Wahre Freundschaft findet man selten. Ich habe zwar sehr viele Bekannte, die ich durch die Kinder, durch den Beruf und meine vielfältigen Aktivitäten kennen lerne, aber Freunde kann ich an einer Hand abzählen. Das kommt wohl daher, dass ich mir selten wirklich Zeit nehme, eine Bekanntschaft zu intensivieren. Die meisten Begegnungen überlasse ich dem Zufall und ich bin wohl selber als Freund meist unzuverlässig. Damit haben Bekannte sicher ein Problem, das ich verstehen, aber nicht ändern kann/will. Damit kann ich allerdings gut leben. Mein bester Freund ist ohnehin mein Mann ;-). Erzählen wollte ich allerdings von einer anderen Art von Freundschaft und von meinen zwei “Mädels”:
Mit zwei lieben Menschen, die ich schon von der Grundschule her kenne - und das sind immerhin fast 35 Jahre - verbindet mich eine besondere Beziehung, die Bestand und Wichtigkeit hat.
Wir sind grundverschieden, ich möchte fast sagen, uns trennen Welten.
Die beiden sind ungebunden und kinderlos, ich habe Familie. Die Eine ist ständig “on Tour”, geistert in der (VIP)-Welt genauso wie in Beziehungs(kisten) rum, sie ist leitende Angestellte in der Reisebranche. Die Andere ist sozial und politisch engagiert, hetzt von der einen zur anderen Veranstaltung, die sie oft genug selber organisiert, im Gesundheitswesen leitend tätig und nimmt sich keine Zeit für dauerhafte Beziehungen. Karriere- und Gesellschaftsmenschen, jedoch im positiven Sinne und auf verschiedenen Terrains. Ja - und ich habe Familie, wie gesagt….. meinen Vormittagsjob und meine Firma … und natürlich auch ein Leben, doch ruhiger - anders eben.
Seit rund 20 Jahren treffen wir uns genau drei Mal im Jahr. Aber das mit Konsequenz und Freude. Hat jemand von uns Geburtstag - wir sind alle im gleichen Jahr geboren - so gibt es ein gemeinsames Treffen bzw. Essen in einem Restaurant, das jeweils die zwei anderen spendieren. Das Lokal wird im Geheimen abgesprochen und ist für das Geburtstagskind jedes Mal eine “Überraschung”.
Was wir uns alles zu erzählen haben! Nicht nur Tratsch und Oberflächliches, nein wir haben Vertrauen und Verständnis für einander. Wir tolerieren uns ganz selbstverständlich, wie wir sind, mit all unseren Unterschieden und kontroversen Lebenseinstellungen. Wir hören einander zu und sprechen MITeinander. Ich finde diese Treffen äußerst interessant und spaßig. Sie zählen fast zu den Highlights des Jahres *gg*. Aus diesen Gesprächen nehme ich jedes Mal so viel mit, eben weil wir so verschieden sind und ich weiß, dass es den beiden “Mädels” auch so geht.
Jedes Mal nehmen wir uns dringend vor, uns so schnell wie möglich wieder zu treffen. Wir wissen jedoch nur zu gut, dass das nicht klappt. Nur die drei Mal, die sind uns “heilig”, auf die werden wir nie verzichten, komme was wolle… auch das ist Freundschaft - auch wenn wir uns so selten treffen und voneinander hören!











Wahre Freundschaft *seufz* für mich im Moment noch ein Wort, dass Schmerz verursacht und an die ich im Moment nicht glauben mag…
Wenn man von einem Menschen, den man viele Jahre für einen wahren Freund gehalten hat, dem man alles, wirklich alles anvertraut hat, ohne ein Wort plötzlich “verlassen” wird, ohne Erklärung ohne alles… die Wunden auf der Seele mögen verheilen, die narben bleiben.
Ich habe mich in mein Schneckenhaus verkrochen, lockere Bekanntschaft, nette Plauderei, aber im Moment ist da bei mir einfach mehr nicht drin… Vertrauen kann ich eigentlich niemandem wirklich
Ich denke wahre Freundschaft gibt es selten ..heutzutage. ich selber , habe 1 wirklich richtige Freundin, wie du, aus der Grundschule 21 Jahre sind wir schon befreundet. Sie wohnt in der Stadt und wir außerhalb.
ich gebe dir mal ein sprüchlein mit, welches wir uns immer sagen:
Es ist nicht wichtig, wei oft man sih sieht, sondern es ist wichtig, dass wenn man sich sieht, dass man sich freut !