Der Beitrag Bloggen ohne Risiko hat mir einige Reaktionen per E-Mail beschert. Ich finde es sehr schade, dass nicht die Kommentarfunktion genutzt wurde, damit ich jedem Schreiber darauf im Kontext anworten kann. Aber gut, es scheint nicht jedermanns Sache zu sein, dazu “öffentlich” Stellung zu beziehen. Herzlichen Dank dennoch für die Meinungen.
Ich möchte trotzdem an dieser Stelle meine Gedanken dazu festhalten ohne Passagen aus den E-Mails wörtlich zu zitieren ;-).
Also nocheinmal:
Ich bin der Ansicht, dass eine Homepage bzw. ein Blog ein jederzeit abrufbares öffentliches Medium darstellt, dass sich - wie jedes andere Medium - gewissen gesetzlichen oder ethischen Regeln beugen muss. Das heißt nicht, dass ich alle Gesetze gut heiße, dennoch muss ich sie befolgen, so lange sie bestehen. Breche ich sie - noch dazu vorsätzlich - darf ich mich über die Konsequenzen nicht wundern oder mich darüber aufregen, wobei natürlich die Verhältnismäßigkeit der Konsequenz ein anderes Thema ist. Sie ist absehbar - so wie auch andere Gesetze das “Leben” regeln. Auch in diesem Falle gilt der Ausspruch: “Unwissenheit schützt vor Strafe nicht”. Deshalb scheint es mir sehr logisch, dass ich mich um den Umgang mit meinen Webseiten kümmere, was nicht ausschließt, dass ich mich irren kann, dass ich etwas falsch interpretiere oder blauäugig übersehe. Schon gar nicht möchte ich mich mit “überdurchschnittlichen” Wissen in dieser Sache (das ich gar nicht habe! und haben kann, ich bin kein Jurist) hervortun oder dieses jemandem aufzwängen. Ich betreibe nur schon einige Jahre verschiedene Webseiten, berate Kunden (soweit es mir möglich erscheint!) auf diesem Gebiet und versuche nach bestem Gewissen zu handeln.
Ja - ich gebe es frei weg zu, dass ich manche der mir bekannten Gesetze im Grundwesen nicht für falsch erachte - einschließlich Impressumspflicht und die Einhaltung des Copyrights. Eigentlich selbstverständlich, oder?
Aber ich bin niemand, der mit dem Finger auf andere zeigt und schon gar kein Kläger oder Richter. Das liegt mir fern. Jeder sollte für sich selbst verantwortlich sein.
Befremdlich wirkt für mich dennoch die Uneinigkeit und Inkonsequenz mit sich selbst, die manche Webseitenbetreiber hegen. Werden Texte, Grafiken, Layouts oder Fotos aus oder von der eigenen Webseite “geklaut” so reagieren sie entsetzt und blähen sich auf - wobei der Anspruch auf Urheberrechte wage sein dürfte. Hingegen werden auf der eigenen Webseite ähnliche Verstöße mit einem Augenzwinkern weggewischt. Hinweise darauf werden sogar als unerhörter Angriff aufgepauscht. Ja was denn nun?
Es muss niemand in Hysterie verfallen und hinter jedem Satz einen dunklen Schatten vermuten. Es ist noch immer so, dass im Grunde jeder über alles schreiben darf, solange er/sie sich moderat ausdrückt, nicht verletzend gegenüber Personen (deshalb per E-Mail und nicht als Kommentar???) wirkt, ethisch nicht völlig daneben greift und keine Schutzrechte verletzt. So einfach ist das. Niemand muss sich das Bloggen oder die Erstellung einer privaten Homeapge vermiesen lassen, es gibt so viele unterschiedliche, themenreiche und überaus interessante Blogs und Homepages, die auf der rechten Seite stehen.
… und niemand muss meinen, dass ich mich den Bloggern gegenüber unsolidarisch verhalte, wie mir vorgeworfen wird. Ich sehe hier allerdings den Begriff “Solidarität” ein wenig unpassend. Was soll er in diesem Zusammenhang bedeuten? Auch zwischen den Zeilen vom Beitrag “Bloggen ohne Risiko” kann ich nichts erkennen, was darauf schließen lässt.
So - gewissermaßen ein Wort zum Sonntag.










Ich denke man sollte gerade auch in Blogs und Foren das Urheberrecht beachten und ich setze dies auch so um, da ich als Autor weiss, wie wichtig dieses Recht für mich ist.