Ich bleibe am Faschingdienstag lieber (alleine) zu Hause, deshalb habe ich auch Zeit in volkskundlichen Büchern zu schmökern
Die Zeit nach Dreikönig und Aschermittwoch wird im bayrischen und österreichischen als Fasching - anderenorts als Fastnacht (u.a.) bezeichnet. Geprägt sind diese Wochen vor allem durch buntes Treiben, Masken und Verkleidungen, Narrenfreiheit, rauschende Feste mit Tanz und ausschweifende Gelage. Zurückzuführen ist dieser Brauch wohl auf das Verlangen von Lebensfreude vor der Fastenzeit, die mit dem Aschermittwoch eingeleitet wird. An diesem Tag wird der Fasching üblicherweise symbolisch begraben oder verbrannt.
Die früheste Erwähnung dieses Begriffes stammt aus dem 13. Jahrhundert. Der eigentliche Sinn des Faschings bezog sich allerdings lediglich auf die letzten drei Tage vor dem Aschermittwoch.
Die Historik der Masken ist nicht völlig nachvollziehbar und begründet sich etwa zur Zeit der Gegenreformation. Nachvollziehbar ist, dass der Fasching in die Zeit der Frühlingsrituale fällt, die ebenfalls ihre rit. Verkleidungen kennen. Wahrscheinlich haben sich hier verschiedene Bräuche im Laufe der Zeit vermischt.
Die Faschingszeit war früher auch bevorzugter Heiratstermin, lediglich am Faschingdienstag durfte nicht geheiratet werden, denn da war der Teufel unterwegs. Andererseits sollte nicht gesponnen werden, denn sonst lahmt das Vieh oder die Spinnware wird von Mäusen gefressen.
Aus dem Mittelalter dokumentiert und volkskundlich relevant ist auch das Großreinemachen und die Vertreibung von Ungeziefer von Haus und Hof.
Ebenfalls heute noch bekannt sind Wetterorakel, ein Lostag ist z.B. der Rosenmontag.
Schließlich ist die Faschingszeit auch die Zeit der Hexen und der Geister. Wilde Gestalten ziehen um und unter diese Masken mischen sich oftmals auch wirklich fremde Unheimliche. Die überall auflodernden Feuer haben in diesem Sinne Abwehrcharakter, so wie der vorherrschende Lärm durch Glocken oder Geschrei. Viele Spiele stellen den Streit zwischen Winter und Sommer dar und die häufig anzutreffenden Schwerttänze haben ebenfalls Abwehrsymbolik. Vor allem weibliche Wesen schlagen mit Ruten aus eben diesem Grund und weiters soll dadurch die Fruchtbarkeit gefördert werden.
In der Faschingszeit soll reichlich gegessen und getrunken werden, um das ganze Jahr hindurch Wohlstand zu sichern. Die Reste wurden seinerzeit für Engel, Fuchs oder Marder geopfert. Und übrigens, wer am Faschingdienstag nüchtern einen Schnaps trinkt, den werden das ganze Jahr über die Mücken nicht stechen.
Brezeln, bestimmte Kuchen und Krapfen haben sich bis heute erhalten und werden auch reichlich verzehrt.
Der Fasching wird vielerorts am Aschermittwoch durch eine Puppe oder ähnlichem verkörpert und unter großer Heulerei angezündet. Voraus geht oftmals eine gespielte Gerichtsverhandlung und hinterher gibt es auch ein Begräbnis. Mit dieser Verbrennung wird das Ende der närrischen Zeit symbolisiert. Verbunden ist damit aber auch der Gedanke an die gefährlichen Mächte des Winters, die nun durch den Frühling besiegt werden.
Naja - die Zeiten haben sich geändert, aber ein bisserl Aberglaube steckt immer noch in den meisten von uns.










Die Empfehlung mit dem Schnapstrinken gegen die Mückenplage habe ich mal weitergereicht …lach…bin gespannt;-)
LG Lucki
Boah, da hab ich aber Glück gehabt, dass mich die zwei Krapfen von gestern Abend heute Früh noch derart gemartet haben, dass ich einen tiefen Schluck aus der alternativen Medizinflasche genommen habe - soll ja eh ein feuchter Sommer werden und da bleiben die Mücken mit Sicherheit nicht aus