Der Fasching hat nur noch zwei Tage, dann wird er mit Wehklagen zu Grabe getragen.
Für den einen zum Leid, für den anderen fast als Erlösung. In vielen Blogs und Foren habe ich Beiträge von “Faschingsmuffeln” gelesen. Spaß auf Kommando ist nicht jedem gegeben.
Ist auch kaum verwundlich in der heutigen Spaßgesellschaft. Das ganze Jahr wird gespaßelt, geclubbelt und gefeiert. Verkleidung braucht es dazu auch gar nicht oder wird themenmäßig doch angenommen. Ich denke zum Beispiel an eine “Fete blanche”, die im Sommer bei uns am See stattfindet. Wie viele sich da in weiße Schale werfen, um dabei zu sein. Reserviert man nicht rechtzeitig Karten, ist man völlig “out”. Ob im Sommerurlaub oder beim Hüttenzauber im Schnee, diese Events finden das ganze Jahr statt, warum also zu Fasching den Clown raushängen lassen? Urlustig sein per Datumsanzeige ist nicht mehr.
Leid tun mir Angestellte von Geschäften, die sich verkleiden und ihr breites Faschingslächeln zur Schau stellen müssen. Und dass, obwohl die Kunden sie eher belächeln als Freude an der Maskerade zu haben. Ob das den Umsatz steigert? Wohl kaum! Ist doch megapeinlich, wenn man mit Muffellaune beim Bäcker seine Brötchen von einem “Kätzchen” über die Theke gereicht bekommt. Da ist man doch gezwungen zu lächeln, um dieses arme Spaßkätzchen nicht in eine Endfaschingdepression zu stürzen. Auch ein Gläschen Sekt? Muss man jetzt einen Witz auf Lager haben?
Der ursprüngliche Sinn, die letzte Möglichkeit vor der langen, ernsten, in sich gekehrten und kargen Fastenzeit zu völlern und sein Unwesen zu treiben, ging wohl schon lange verloren. Wer nimmt denn heute die Fastenzeit noch ernst? Ja, vielleicht ein paar “Kasteiungen” - kein Alkohol, keine Zigaretten, kein Fleisch - aber satt ist man dennoch täglich und die Lokale sind auch in dieser Zeit für Spaßrunden geöffnet. Der Lebensstil ist locker, niemand wird mehr an den Pranger gestellt, weil er “aus der Rolle fällt”…. wie schön wir es doch haben!
Also klatschen wir das Ende der Faschingszeit ein, reißen wir uns noch zwei Tage zusammen und sind noch ein paar Stunden urlustig - so wie es sich gehört - mit lautem LeiLei, Helau oder Blabla!










Hallo Isabella!
Ein Absatz aus meinem Blogbeitrag HUMOR . PUNKT
“Arbeitet man in einem Gastlokal, Boutique oder in einem Supermarkt dann ist es an manchen Tagen unmöglich sich dem Faschingstrubel zu entziehen. Es gehört zum Arbeitsauftrag sich zu verkleiden und bei der Gaudi mitzumachen. Bei manchen Zwangsnarren spürt man als Gast oder Kunde, wie die Kostümierten unter ihrer Verkleidung leiden.
Humor ist, wenn man trotzdem lacht. ”
http://schlagloch.20six.de/schlagloch/art/11055936/HUMOR_PUNKT#comm
Gruss schlagloch.