.. is des Leiwandste, was ma si nur vorstö’n kann (ist das Schönste, was man sich vorstellen kann) - ist ein Song von Wolfgang Ambros. Er singt im Wiener Dialekt - wir Kärntner würden es wohl anders ausdrücken, aber dasselbe meinen.
Schifahren ist DER Volkssport der Österreicher. Zumindest kenne ich das so aus meiner Jugend. Ich kann mich gar nicht daran erinnern, als mir meine ersten Schi angeschnallt wurden. Wahrscheinlich noch bevor ich richtig laufen konnte. Meine ersten Schischuhe habe ich übrigens noch immer. Sie sind aus schwarzem Leder mit roten Schuhbändern. Keine Schnallen, kein geschäumtes Innenfutter. Die Schier waren aus Holz, damals den neuesten Technologien entsprechend. Der einzige Wunsch von mir war, dass sie gut gewachst sind.
Aber das Schifahren machte Spaß - obwohl es vor der Haustüre keinen Schlepplift gab, auch keinen Sessellift. Nein, es war ein damals unverbauter Hügel, den wir Kinder brav hinaufbrettelten und mit ungeheurer Freude herunterfuhren. Stundenlang, unermüdlich.
Heutzutage ist das anders. Die Kinder können gar nicht mehr “bretteln”, weil die Schischuhe starr und schwer sind. Eltern können es sich kaum noch leisten, einen Familientag auf der Piste zu verbrigen. In einigen Schigebieten schiebt man für eine Familie mit zwei Kindern gut und gerne weit über 100 Euro über den Kassentisch - Jause, Mittagessen natürlich nicht inbegriffen. Und das geht klarerweise auch nur, wenn man vorher diese 100 Euro mal 10 in die Ausrüstung investiert hat. Schi, Stöcke, Schianzug, Helm, Brille, Handschuhe, Unterwäche etc… Kinder von heute wollen “up to date” sein, aber auch ohne Markenartikel kommt man nicht billig (= in diesem Falle günstig) weg.
Schade drum - schade, dass heutzutage nicht alle Kinder diesen besonderen Spaß im Winter erleben dürfen - ein bisschen Freiheit, ein bisschen Wagemut, ein bisschen mehr ungezwungene Kindheit, die man sich bis ins Alter erhält. Auch mir macht es noch Rießenspaß mit den Schiern einen Hang zu bezwingen - abwärts versteht sich, rauf bevorzuge ich auch einen Lift.











Das Schifoan habe ich als Flachlandtiroler aus gesundheitlichen Gründen mal aufgegeben. Hat aber immer wieder Spaß gemacht. Mein bevorzugtes Skigebiet war Zermatt, einmal war ich auch in Kitzbühel und habe dort in der Pension vom Sailer Toni gewohnt - beim Blitz from Kitz.
Alles gute für die kommende Woche
Lucki, die “Forelle der Berge” (so schön war mein Fahrstil …lach)