![]()
Letzte Rose, wie magst du
So einsam hier blühn?
Deine freundlichen Schwestern
Sind längst, schon längst dahin.
Keine Blüte haucht Balsam
Mit labendem, labendem Duft,
Keine Blätter mehr flattern
In stürmischer Luft.
Warum blühst du so traurig
Im Garten allein?
Sollst im Tod mit den Schwestern,
Mit den Schwestern vereinigt sein.
Drum pflück ich, o Rose,
Vom Stamme, vom Stamme dich ab,
Sollst ruhen mir am Herzen
Und mit mir, ja mit mir im Grab.
Friedrich von Flotow










Liebe Isa,
ich bin begeistert von dem Gedicht, das ist wunderschön.
Ich kannte es bisher noch nicht (man kann ja auch nicht alles kennen).
Herzlichen Dank dafür, ich würde es gerne auf meine Website zu den Rosen Gedichten setzen, darf ich das?
Gruß
Agnes
Jetzt brat mir einer einen Storch, ich habe das Gedicht schon auf meiner Website, war mir nur nicht mehr präsent.
Der Text allerdings auch an einigen Stellen anders, und — ich habe einen anderen Autoren angegeben.
Des Sommers letzte Rose
Blüht hier noch, einsam, rot.
All ihre schönen Schwestern
Sind schon verwelkt und tot!
Nicht Freunde stehen bei ihr,
Kein junger Rosenstrauch,
Zu frohem Widerglühen,
Zu tauschen Hauch um Hauch.
Will dich nicht welken lassen,
Dich, die ich einsam fand;
O sei zu deinen Schwestern
In ewigen Schlaf gesandt!
Ich streue deine Blätter
So gerne auf die Gruft,
Wo deine Lieben welkend
Nun liegen ohne Duft!
Thomas Moore
(1779 - 1852)
Hallo Agnes!
Ich kenne die Version von Thomas Moore auch.
Meine zitierten Zeilen stammen aus der Oper Martha. Flotow war Komponist, der zusammen mit Wilhelm Friedrich, dem Bühnenautor, an dieser Oper gearbeitet hat. (in der Mitte des 19. Jhdt.) - Ich hätte wohl beide Namen angeben sollen. Ist hiermit nachgeholt.
Schönen Sonntag und liebe Grüße
Isabella.