Ich hinke zwar schon einen Tag hinterher, aber die schöne Zeit ist nicht die Zeit, die ich vor dem Bildschirm vergeuden will. Der Sommer ist meine Zeit - je heißer, desto lieber.

Gestern war der Zeitpunkt der Sonnenwende. Die Sonne kehrt also ihre durch die Schiefe der Ekliptik bewirkte Bewegung um und nähert sich wieder dem Himmelsäquator. Im Sommer erreicht sie somit die höchste nördliche Koordinate oder Deklination.
Das ist in den meisten Ländern Europas und der USA gleichzeitig der Sommeranfang. Heuer wurde er, der Sommer, ja gebührend in Empfang genommen. Tropische Temperaturen und leider auch heftige Unwetter. Unsere Gegend blieb Gott sei Dank weitgehend davon verschont. Der Hagel und Sturm hat Klagenfurt nur gestreift.
Dem Volksglauben nach begeht man zur Sonnenwende Reinigungs- und Fruchtbarkeitsriten, die sich vornehmlich an die Zunkunft richten. Dazu gehört das Abbrennen von Holzstößen und das Überbringen des Feuers. In nördlicheren Ländern hat die Sommersonnenwende größere Bedeutung als weiter südlich. Hier spricht man von den “Weißen Nächten” und man feiert den Mittsommer.
Das Wort “Sommer”an sich gehört zu Sanskrit (sama), was soviel wie Jahreshälfte bedeutet. Früher gab es ja lediglich eine Zweiteilung des Jahres -Frühling und Herbst sind spätmittelalterliche bzw. neuzeitliche Erscheinungen.
In vielen alten Frühlingsbräuchen findet sich jedoch bereits eine immer wieder anzutreffende Personifizierung des Sommers. Mit einigen abergläubischen Überlieferungen steht der Sommer doch auch für sich alleine eindeutig in Verbindung.
Wie dem auch sei, ich hoffe, der Sommer bleibt ein Sommer. Ein erträglicher für alle Hitzeempfindlichen und ein schöner für alle Sonnenanbeter.










Wie auch immer, wir müssen ihn eh nehmen, wie er ist, der Sommer.