Neujahr

Der Abschied vom Alten und die Begrüßung des Neuen.
Das neue Jahr zu begrüßen ist eher ein weltliches als ein kirchliches Fest. Schon im antiken Rom wurden hier pompöse Feste gefeiert, die von der Kirche als heidnisch verpönt waren. Der Neujahrstag war bis zum 7. Jahrhundert dem Hochfest der Gottesmutter Maria gewidmet. Die Bevölkerung ließ es sich nicht nehmen, an diesem Brauchtum festzuhalten. Im kirchlichen Sinne wurde das neue Jahr am 6. Jänner eingeleitet.
Bis heute ist Neujahr jedoch auch ein Anlass, Messen zu lesen, Glocken zu läuten oder Turmbläser ihres Amtes walten zu lassen.

Am Neujahrstag, der bekanntlich um Mitternacht beginnt!, werden Glücksbringer ausgetauscht und “der gute Rutsch” (= leitet sich wahrscheinlich vom hebräischen Namen des jüdischen Neujahrsfestes “Rosch Hashana” ab. Der Ausdruck bedeutet soviel wie “Kopf oder Anfang des Jahres”) gewünscht. Umrahmt zumindest in Österreich gewöhnlich mit den Glocken der Pummerin in Wien, mit dem Donauwalzer, den Versprechen von guten Vorsätzen, die jedoch selten eingehalten werden und jede Menge Pöller und Raketen, Bleigießen und Orakeln ist natürlich auch beliebt. Der Ursprung all dieser Bräuche liegt wohl dem Lärm nach zu schließen darin, böse Geister zu vertreiben und der Zukunft zu orakeln. Im Mittelalter ist dieses Fest als “Fest der Narren” bekannt.
Verschiedene Glückssymbole versprechen Wohlstand und ein friedvolles Jahr. … das Schwein, der vierblättrige Klee, der Rauchfangkehrer und der Marienkäfer zum Beispiel.
Am Neujahrstag sollte unbedingt Schweinefleisch verzehrt werden. Das Schwein bringt Glück. Es heißt ja nicht umsonst “Schwein gehabt” ;-) Früher war übrigens in Kartenspielen das Schwein auf dem Ass abgebildet. Wer die “Sau” hatte, hat meist auch schon gewonnen. Isst man hingegen Geflügel, so fliegt das Glück davon.

Ich wünsche ein gutes Neues Jahr, mögen sich alle Vorhaben erfüllen lassen!

  1. schreibt am 02.Januar 2007 um 13:30

    Hallo Isa,

    Ich wünsche dir, wenn auch ein wenig verspätet, alles Gute fürs Neue Jahr!

    lieben Gruss
    Astrid

Dein Kommentar dazu:

15
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  • Der Aberglaub', in dem wir aufgewachsen,
    Verliert, auch wenn wir ihn erkennen, darum
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    Nicht alle frei, die ihrer Ketten spotten.
    Gotthold E. Lessing
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