Die erste Adventwoche bricht an - kaum zu glauben.
Der erste Advent bedeutet im christlichen Glauben Wiederkunft Christe am Jüngsten Tag.
Historisch bekannt ist es, dass die Adventzeit zum ersten Mal im 5. Jahrhundert bewusst und dokumentierbar zelebriert wurde. Der Ursprung scheint im Gebiet rund ums italienische Ravenna zu liegen.
Früher galt die die Zeit zwischen dem viertletzten Sonntag vor dem Christtag und demselbigen als Fasten- und Bußzeit, in der nicht weltlich gefeiert werden durfte. Der Tanz sowie das Heiraten beispielsweise waren strengstens untersagt. Es war und ist die Zeit der inneren Einkehr. Adventkalender und Adventkranz gab es in der mittelalterlichen Zeit noch keinen. Diese wurden erst im 19. bzw. 20. Jahrhundert erfunden, um die Vorfreude auf Weihnachten zu steigern.
Diese Zeit fällt in unseren Breiten in die dunkle Jahreszeit mit den langen Nächten. Es ist also nicht verwunderlich, dass heidnische Bräuche durch die Kirche nicht verbannt, sondern nur abgewandelt wurden. Stellte man früher Lichter auf, um gute Geister einzuladen, so sah man es nun als Licht Christus, das Hoffnung geben soll.
Auch das Aufstellen von Krippen hat seinen Ursprung bereits in der mittelalterlichen Zeit. Franz von Assisi ist hier vielleicht einer der Begründer dieses Brauches. Er stellte eine Stallszene in einer Höhle nach, um damit dieses Geschehnis den Gläubigen nahe zu bringen. Da die Menschen nicht nach Bethlehem reisen konnten, bauten sie sich dieses Ereignis nach.
Seit langen Zeiten sind Frauen damit beschäftigt Gebäck zuzubereiten. Gewürze wie Anis oder Pfeffer waren in der mitteralterlichen Zeit sehr teuer und begehrt. Bis heute ist der Duft von Anisplätzchen oder Pfefferkuchen nicht mehr wegzudenken.
Es waren doch auch Wochen voller unheilbringener Mythen, die die Dunkelheit der langen Nächte, die eisigen Schneestürme und der tiefe Winter mit sich brachten. So wurden einerseits der Glaube und die Vorfreude jedes Jahr aufs Neuerliche durch zahlreiche Riten, die sich bis heute erhalten haben, bekundet - andererseits die Riten, die das Böse abwehren und das Gute anziehen soll beibehalten.

Lied im Advent
Immer ein Lichtlein mehr
im Kranz, den wir gewunden,
daß er leuchte uns so sehr
durch die dunklen Stunden.
Zwei und drei und dann vier!
Rund um den Kranz welch ein Schimmer,
und so leuchten auch wir,
und so leuchtet das Zimmer.
Und so leuchtet die Welt
langsam der Weihnacht entgegen.
Und der in Händen sie hält,
weiß um den Segen!
Matthias Claudius (1740 - 1815)










Liebe Isabella!
Danke für die guten Wünsche.
Eine schöne Adventzeit für Dich
Lemmie
… und zwischen Weihnachten und Neujahr gehen in den Rauhnächten die Perchten um, zumindest in Bayern und ich glaube auch bei euch in Österreich. Ja wenn das nicht heidnisch ist
Liebe Grüße,
Ivana
Hallo Isabella!
Ich wünsche dir einen ruhigen, besinnlichen Advent im Kreise deiner Familie.
Liebe Grüße
Sonja
WEIHNOCHT
In da Weihnochtszeit gibts
vaschiedanes Brauchtum.
Ongfongan bam Rorate geahn,
des Bochn vom Kletznbroat
und da Bsuch vom Nikolo
und Krampus.
Es kemman de Klöckla,
da Gong zua da Christmettn
und de Kinda geahn Schappn.
A neicha Brauch ist heite
dazua kemman,
vüle suachn nochn Sinn
von de Weihnochtn…
Zum Weihnachtsbrauchtum von schlagloch.
Danke für Eure Wünsche!
@Ivana
Ja - die Percht - die Schönpercht und zu dieser Zeit viel wichtiger die Schierchpercht. Die Dunkelheit sollen sie vertreiben - und heidnisch oder nicht - bis spätestens März schaffen sie es auch ;-))
@Schlagloch
Dankeschön für diese Worte. Darüber freu ich mich ganz besonders! Mundart ist eben Mundart
Was ist Rorate gehn?
Die anderen Dinge zählen auch zu “meinem” Brauchtum und über den Sinn wird wohl bis Weihnachten auch in diversen Blogs gehadert werden *grinsel*. Schade eigentlich, dass dieser nicht mehr klar ist.
Hallo Isabella!
In der Adventzeit gibt es in den kath. Kirchen einmal in der Woche eine “Frühmesse”, die ist um sechs Uhr morgens. Man bezeichnet diese Messe als “Rorate”. Begriff kommt wahrscheinlich aus dem Lateinischem, genaueres folgt. In den Blogs wird über Weihnachten und das Wetter gleichviel “philosophiert”.
Gruss schlagloch.