Vor KURZEM habe ich hier den 100. Tag des Jahres erwähnt. Ab heute sind es nur mehr 100 Tage bis zum Jahresende.
Ich habe ein echtes Problem mit der Zeit, sie zerrinnt wie Zucker im Kaffee.
Vor KURZEM habe ich hier den 100. Tag des Jahres erwähnt. Ab heute sind es nur mehr 100 Tage bis zum Jahresende.
Ich habe ein echtes Problem mit der Zeit, sie zerrinnt wie Zucker im Kaffee.

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Mir geht es genau so, ich frage mich auch oft, wo die Zeit bleibt. ´Schön, ich habe jetzt Wochenende, aber ist das Vergangene nicht gerade ein Wimpernschlag her? Und ehe ich mich versehe, ist wieder Montag morgen und ich sitze wieder an meinem Schreibtisch zum Start in eine neue Woche.
Wir haben dieses Jahr so viele schöne Dinge erlebt: Ein wunderschönes Wochenende mit Freunden im Mai, unsere Schottlandreise, das alljährliche Lampentreffen, die herrlichen Tage im Naturbad Wriedel, die Ausflug nach Helgoland und ich noch die Mallorcareise… wo ist die Zeit geblieben?
Das Empfinden für Zeit ändert sich im Laufe des Lebens, weil man in immer größeren Dimensionen denkt. Als Kind denkst Du von Ferien zu Ferien und die “großen Ferien” im Sommer dauern ewig. In der Ausbildung denkt man von Lehrjahr zu Lehrjahr, dann Heirat und Familie, die Zukunft fängt an, die Denk-Dimension bestimmt mittlerweile die Laufzeit des Bausparvertrages und irgendwann ist es die Altersvorsorge.
Das gefühlte Zerrinen der Zeit kann man meiner Meinung nach nur eindämmen, wenn man wieder etwas spontaner wird, mal wieder nur von heute auf morgen oder von jetzt bis ans Jahresende denkt - und nicht weiter. Die Gedanken an Zukunft, Vorsorge und Erben, sowie die Vernunft sind es, die uns die Lebenszeit stehlen.
Die Sanduhr des Lebens läuft…
“Verweile doch, Du bist so schön! Dann magst Du mich in Fesseln schlagen,
Dann will ich gern zu Grunde gehen! “ (ais Faust)
Sind Kinder und das, was man von sich durch sie weitergibt, die Lösung?
Ermöglichen die Erinnerungen, die andere von uns haben, unser Weiterleben nach dem Tode? Ist mein Hobby „Fotografie“ letztendlich nur der Versuch, die Zeit anzuhalten? Ist nicht unser Blog-Schreiben hier auch ein Versuch, die Zeit festzuhalten?
@Gabi
Es stimmt, je älter man wird, desto schneller verrinnt die Zeit. Dabei denke ich aber selten sehr weit voraus, noch plane ich in großen Maßstäben. Außer den Zielen, die eben nicht von heute auf morgen zu erreichen sind und bei vernunftmäßig notwendigen Dinge.
Bei mir ist es manchmal das Gefühl, etwas versäumt zu haben, dass ich nie wieder nachholen kann, weil es entweder dem Alter nicht mehr entspricht oder weil ich mir zuviel vornehme, es nicht sofort schaffe und dann verdränge, vergesse oder weiter verschiebe.
@Eve
Kinder sind immer eine gute Lösung ;-). Aber manchmal merkt man gerade am Wachstum der Kinder wie schnell die Zeit vergeht! Die Hoffnung, dass die eigene Nutzung der Zeit nicht umsonst war und auch danach weiter lebt ist neben anderen auch ein Sinn des Lebens.
Fotografie hält Augenblicke fest oder hilft Erinnerungen dauerhaft zu visualisieren, aber sie nimmt auch sehr viel Zeit in Anspruch…
“Geschichten zu schreiben ist eine Art, sich Vergangenes vom Halse zu schaffen” sagt Goethe. Recht hat er. Schreiben - auch dieses Blogschreiben - ist eine Art, sich mit vergangener oder zukünftiger Zeit auseinander zu setzen. So verstreicht sie wenigstens nicht ohne Zweck. Zumindest für einen selber - für andere mag es verwunderlich sein, wie sehr man Zeit verschwenden kann.