Das Fenster in die Vergangenheit
In der Zeitung habe ich heute gelesen, dass in Amerika nur 40 % der Bevölkerung an die Evolutionstheorie von Darwin glaubt. 39 % glauben, dass der Mensch von Gott erschaffen wurde. In Deutschland sind es 70 %, die überzeugt sind, dass sich der Mensch aus der Tierwelt entwickelt hat. (von Österreich stand da nix, aber ich denke, wir sind den Deutschen in dieser Hinsicht ähnlich?!) Der Rest sucht seine Erklärung in anderen Theorien. Egal, was man glaubt - man glaubt. Ohne es geht es nicht, weil wir immer bestrebt sind eine Erklärung für den Ursprung und sein Ende (?) zu finden, für alltägliche und besondere Gegebenheiten und vor allem für den Sinn des Lebens. Neben den Wissenschaften, die ja beweisführend sind, spielen die Religionen und Mythen eine wichtige Rolle.
Wir dürfen uns aussuchen, an was wir glauben - andere leider noch immer nicht.
Von Zeit zu Zeit berichte ich hier von Aberglaube, Mythos und vom daraus entstandenen teilweise noch lebendigen Brauchtum. Manches mag sich fern unserer Zeit lesen, manches lässt sich nicht an unsere moderne Zeit anpassen aber manches lässt sich nicht verdrängen. Über Sinn oder Unsinn zu entscheiden ist nicht wirklich zielführend, weil müßig und zweischneidig. Mir persönlich macht es jedenfalls großen Spaß in alten Büchern zu blättern und auch neue Erkenntnisse der Volkskunde zu erforschen. Spannend ist das direkte Gespräch mit Interessierten. Jüngere Menschen teilen sich hier gerne den verschiedenen Zweigen der Esoterik zu, ältere empfinden ihr Wissen als einfache Lebenserfahrung….
Der Glaube (welcher auch immer) ist demnach so alt wie die Menschheit selbst. In Zeiten als man noch nichts - oder später nicht viel - über Wissenschaften wusste und herrschende Kreise versucht haben, sie gewissenhaft zu unterbinden, war man förmlich gezwungen, auf anderen Wegen Erklärungen für Gegebenheiten und Geschehnisse zu suchen. Mythologie und Volksglaube übernahmen eine wichtige Funktion, die bis heute noch nicht ganz verdrängt ist. Der Unterschied zwischen Mythen und Volksglaube liegt darin, dass erstere von Göttern und götterähnlichen Helden handeln, während Volkssagen sich hauptsächlich mit gewöhnlichen Sterblichen, wenn auch meist mit übernatürlichen Kräften ausgestattet, beschäftigen. Mythen sind meist systematischer und geschlossener, sie sind ihren Erzählern heilig und manchmal mit einer Art Ritual verbunden - Volkssagen fragmentarischer, diesseitig ausgerichtet, von profaner Natur. Vor allem aber sind Mythen Gemeingut der führenden Schichten (Priester, Herrscher o.ä.), während Volkssagen einer Subkultur zugerechnet werden, die unabhängig davon existiert oder sogar im Gegensatz zur Kultur der höheren Gesellschaftsschichten steht. Der Unterschied wird am deutlichsten, wenn man sieht, dass Volkserzählungen oft im Genre “Märchen” zu finden sind, das großteils nur noch Kindern erzählt wird und Mythen durchaus noch echte offizielle Glaubensinhalte darstellen.
Und doch gleichen sie sich in ihren Erzählmustern. Beide erzählen von der Entstehung des Universums, der Erde, der unmittelbaren Umwelt, des Lebens, von Besuchen im Jenseits oder von magischen Transformationen. Beide sind auf ihre Weise von religiösen Leitbildern geprägt.
Und beide bieten reichlich überdenkenswerten Stoff für unseren Lebensweg. Ich wünsche mir nur mehr Toleranz und Sensibilität für die verschiedenen Glaubensansätze aller Kulturen.










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