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Beiträge des Jahres 2006

Jahresrückblicke

… deren gibt es viele, die wir nun über TV und Radio über uns ergehen lassen müssen. Mir gefällt der eigene schon viel besser ;-))

Zum Beispiel - weil es hier ins Internet passt - die meist besuchte, tja privat genutzte Homepage 2006 Mahjongg - der Fluch des Morxius. Dieses alte chinesisch-japanischne Brettspiel, das ich schon auf dem alten Amiga hatte, entspannt ungemein, lässt lästige, eingefahrene Gedanken verfliegen. Im Internet gibt es viele Varianten und Variationsmöglichkeiten, bei einem hängt man dann halt fest. Ein Spielchen ging sich fast täglich aus, manchmal auch zwei :-)

Gewonnen…

Die Spams überhäufen auch diese Tage mein E-Mail-Fach. Soeben habe ich 500 Dollar als Startbonus für ein Casino gewonnen! Toll, wenn ich das geschickt einsetze, könnte ich reich werden. Reich wird man nicht nur durch Bons und Geschenke, reich wird man auch an Glück und sonstigem Segen fürs Leben, nicht zu vergessen, die Warnungen vor Unglück und Missständen. Unter all diesen Ketten- und Gewinnmails fand ich auch folgendes - nicht nur einmal, sondern mittlerweile schon einige Male wurde es mir freundlicherweise übermittelt ;-)

***Ich möchte allen danken, welche mir Kettenmails während dem ganzen Jahr
gesandt haben. Dank eurem Wohlwollen habe ich Folgendes erlebt:

1. Ich las 170 Mal, dass MSN Hotmail mein Konto löschen wird.

2. Ich werde zirka 3.000 Jahre Unglück haben und bin bereits 67 Mal
gestorben, weil ich nicht alle Mails weitergeleitet habe.

3. Wenn ich aus dem IKEA Laden komme, schaue ich niemanden an, weil ich
Angst habe, dass mich jemand in ein Hotel verschleppt, mir Drogen
verabreicht, um mir anschließend eine Niere zu entfernen und diese auf dem
Schwarzmarkt zu verkaufen.

4. Ich habe sämtliche Ersparnisse auf das Konto von Amy Bruce überwiesen.
Ein kleines, armes Mädchen, welches bereits mehr als 7.000 Mal schwerkrank
im Spital lag (es ist seltsam, aber dieses kleine Mädchen ist seit 1995
immer 8 Jahre alt…).

5. Mein gratis GSM Nokia ist leider auch nie angekommen, sowenig wie all die
gewonnenen Gratiseintritte.

6. Ich habe meinen Vornamen hunderte von Malen, zusammen mit 3.000 anderen
auf eine Petition geschrieben und habe damit vielleicht eine bedrohte
Spezies von nackten Zwergeichhörnchen aus Weißrussland vor dem Aussterben
bewahrt.

7. Ich kenne das Rezept, welches garantiert, nie mehr einsam zu sein und die
ewige Liebe zu finden: Es reicht, den Vornamen einer Person auf ein Papier
zu schreiben und ganz fest an sie zu denken. Gleichzeitig muss man sich am
Arsch kratzen und die Zeiger einer Uhr im Gegenuhrzeigersinn drehen und das
während man um einen Peugeot 404 herumtanzt (es ist nicht einfach einen
Peugeot 404 zu finden).

8. Ich habe mindestens 25 Bände über die Weisheiten des Dalai Lama gelesen
und mir mindestens 4.690 Jahre Glück und Gesundheit damit angeeignet.

9. Nicht zu vergessen, die 50 Male während denen ich meinen Bildschirm Tag
und Nacht nach dieser berühmten Nachricht absuchen musste, welche den
gefährlichen Virus enthalten sollte, bei dem sogar Microsoft, Mac Affe,
Norton Symantec etc. unfähig wären, ihn aufzuspüren und zu neutralisieren
und welcher in der Lage wäre meine Harddisk zu zerstören, die Stereoanlage,
den Fernseher, den Staubsauger und die Kaffeemaschine zu pulverisieren.

WICHTIG: Wenn du dieses Mail nicht innerhalb von 10 Sekunden, an mindestens
8.734 Personen weiterleitest, wird ein aus dem Weltall kommender
Dinosaurier, morgen um 17:33 Uhr, deine gesamte Verwandtschaft auffressen! ***

Glück ins Haus

… bringen heute vormittag die “Schapper” in manchen Teilen Österreichs. Heute - am unschuldigen Kindertag - ziehen die Kinder mit ihren Weidenruten von Haus zu Haus und bringen ihre Glücks- und Segenswünsche verbunden mit leichten Schlägen und bestimmten Sprüchen. Dafür gibts Süßigkeiten oder Geld.

Je nach Region sind die Sprüche verschieden, bei uns sind diese zwei bekannt:

Schapp, schapp
frisch und g´sund,
long leb´n, g´sund bleiben,
nix kluntzn, nix klog´n,
bis i wieder kum schlog´n.

oder

Frisch und g´sund,
frisch und g´sund,
beißt di ka Floh,
beißt di ka Hund
beißt di ka Wolf, ka Bär,
gib nua gnua Schappenguat her.

Der Brauch geht im Christentum auf den Kindsmord zu Herodeszeiten in Betlehem zurück und in den heidnischen Wurzeln wird die Sehnsucht nach dem Frühling gesehen. Ruten stehen als Symbol für Leben und Fruchtbarkeit.

Heutzutage wird der Brauch - zumindest bei uns in der Stadt - nicht mehr so wahr genommen. Ehrlich gesagt, hatte ich als Kind damit auch keine Freude und meine eigenen schicke ich auch nicht los. Nur die engeren Verwandten werden ordentlich geschappt…. übrigens, wer nach 12.00 Uhr kommt, bekommt keinen Lohn, sondern wird ins Ofenloch gesteckt!

Umtausch oder Eintausch

Heute waren die Geschäfte bis zum Rand voll. So viele Menschen habe ich vor den Feiertagen nicht vor mir in der Warteschlage zu den Kassen sehen müssen.
Der Geschenkeumtausch ist voll im Gange! Entweder sind die Beschenkten unzufrieden oder die Schenker machen sich zu wenig Gedanken. Einige lösen aber auch Gutscheine oder Geldgeschenke ein. Damit lasse ich mir allerdings noch bis zum Abverkauf Zeit, dann habe ich mehr davon….

Wir haben nichts umzutauschen :-)
Die Kinder schrieben eifrig ihre Wunschzetterln ans Christkind - da kann ja wenig schief gehen, die Verwandten schenkten (zumindest uns Erwachsenen) meist Geld, das kann nie verkehrt sein und mein Mann liegt selten daneben. Er kennt mich und denkt an mich - und weiß, was ich mag *grinsel*.
Ich darf mich demnächst hier verwöhnen lassen! Er ist doch ein Engerl!

… danke!

Ich bedanke mich für all die lieben Wünsche, die mich per Mail oder Eintrag hier erreicht haben. Nur sehr wenige habe ich beantwortet - naja ein bisserl schlechtes Gewissen habe ich schon dabei, weil ich genauso gerne eine kleine Freude übermittle, wie sie mir zukam. Es tut schon gut, wenn auch Internetbekanntschaften Bestand finden.

ABER - meine Entschuldigung ist eine egoistische ;-).
Ich habe mir für heuer vorgenommen, die letzte Adventzeit und auch die Weihnachtstage so richtig zu genießen. Das zu tun, was mir in den Sinn kommt - UND, für mich wichtig, den PC so wenig wie möglich in meinen Tagesablauf einzubinden. So wirklich schwer fiel es mir nicht, weil sich so viele nette Dinge aufgetan haben. Das war eine Art Stress, die mir eigentlich sehr gut getan hat.

Die nächsten Tage mache ich ES wieder gut und besuche die Blogs und Homepages, außerdem wird jede Mail sorgfältig beantwortet - das ist für mich keine Pflicht, sondern ein Bedürfnis!

Über das Weihnachtsfest, meine Erlebnisse und Gedanken berichte ich in nächster Zeit. Für heute wünsche ich nur noch alles Gute zwischen den Jahren….

Stille Nacht …

… selten ein Lied wird so oft gesungen - und das immerhin seit 1818, als es F.X. Gruber zum ersten Mal präsentierte. Bei unserer kleinen Familienweihnachtsfeier ist es nicht wegzudenken.
Mein Größerer bekam heute die Hausaufgabe in Englisch, den Text im Internet zu recherchieren - und zwar alle sechs Strophen - deutsch und englisch.

Dabei stießen wir auf diese Seite:
silentnight.web.za - 193 Versionen in 130 Sprachen. Erstaunlich und interessant.
Vorher hatten wir es natürlich bei Wikipedia versucht - immer eine der ersten Adresse für Recherchen.
Ich wußte gar nicht, dass es zur Entstehung einen (oder zwei) Film/e gibt…. aber was weiß man nicht alles.

Jedenfalls sind wir nun für das Fest wieder textfit - mehr als zwei, max. drei Strophen werden bei uns aber ohnehin nicht angestimmt, das würde die Kinder auf eine zu harte Geduldprobe stellen - die haben ihre Augen eher auf die Geschenke unter dem Baum gerichtet, bestenfalls auch auf die Sternspritzer ;-)

Weihnachtslied

Vom Himmel in die tiefsten Klüfte
ein milder Stern herniederlacht;
vom Tannenwalde steigen Düfte
und hauchen durch die Winterlüfte
und kerzenhelle wird die Nacht.

Mir ist das Herz so froh erschrocken,
das ist die liebe Weihnachtszeit!
Ich höre fernher Kirchenglocken
mich lieblich heimatlich verlocken
in märchenstille Herrlichkeit.

Ein frommer Zauber hält mich wieder,
anbetend, staunend muss ich stehn;
es sinkt auf meine Augenlider
ein gloldner Kindertraum hernieder,
ich fühl´s, ein Wunder ist geschehn.

Theodor Storm

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