Die Abergläubische

Subkultur Aberglaube

Sie litt an starkem Aberglauben.
Man mühte sich, ihn ihr zu rauben,
und mehr als eine riet der Schönen,
sie möge sich ihn abgewöhnen.

Allein sie sprach: “Das geht nicht gut.
Es steckt mir so in Fleisch und Blut,
daß ich zum Beispiel meinen Mann
am Freitag nicht betrügen kann.”

Arthur Pserhofer, 1873 - 1907

Sonnenhut

Sonnenhut brauche ich heute keinen - die Sonne blitzt jetzt zwar nach dem Regen durch die Wolken, aber das Wetter ist ziemlich durchzogen. Macht aber nichts, ich habe ohnehin genug angesammelte Bügelwäsche. ;-)

Sonnenhut
Rudbeckien

Ein Sonnenhut blüt aber auch im Garten. Die gelben Rudbeckien sind anspruchslose Farbtupfer in vielen Beeten. Der deutsche Name “Sonnenhut” sollte allerdings nicht dazu verleiten, ihn mit dem “Sonnenhut - Echinacea” zu verwechseln, der zwar wirklich ähnlich aussieht aber nicht gelb ist. Eine völlig andere Blumengattung.

Echinacea ist eine Heilpflanze, die schon die Indianer kannten. Sie stärkt das Immunsystem, wird bei Husten, Halsschmerzen oder Harnwegsinfektionen eingesetzt und hilft bei schwer heilenden Wunden … obwohl die Wirkung wissenschaftlich umstritten ist (siehe z.B. Ökotest-Bericht aus dem Jahr 2006). Für Allergiker soll sich der Pflanzensaft aufgrund der Giftstoffe gar negativ auswirken … amerikanische Studien haben wiederum kürzlich (2007) belegt, dass Erkältungen sehr wohl mit Echinacea entgegen gewirkt werden kann. Die Gefahr der Infektion verringert sich angeblich um 60 %.

Wie dem auch sei, die Schnupfenzeit ist ja noch nicht da. Die Abwehr kann man auch mit anderen Mitteln der Natur - am besten zeitgerecht - fördern: täglich ein Apfel!, Wurzelgemüse wie gelbe Rüben und Karotten beugen einer Erkältung vor. Und ist sie erst mal da, dann helfen Fenchel- und Thymiantee oder die Inhalation mit Zwiebelwasser.

Pommes fites

Ich habe mir heute - wieder einmal - Gedanken um eine gesunde Ernährung gemacht. Vor allem um frittierte Lebensmittel, die ja das Gegenteil davon sind - nur zwei Stichworte: Transfette und Acrylamid. Über dieses Thema will ich mich an dieser Stelle aber gar nicht weiter auslassen.

Ich hätte jede Wette verloren, woher Pommes frites stammen!

„Die Einwohner von Namur, Huy und Dinant haben die Gewohnheit, in der Maas zu fischen, diesen Fang dann zu frittieren, um ihren Speisezettel zu erweitern (vor allem arme Leute). Wenn die Gewässer zugefroren sind und das Angeln nur schwer möglich ist, schneiden die Einwohner Kartoffeln in Fischform und frittieren diese dann. Diese Vorgehensweise ist mehr als hundert Jahre alt.“
1781, Joseph Gérard, Quelle: Wikipedia

Aus Belgien nämlich. .. und dass Briten sie zu Spaghetti und Lasagne essen oder mit Ernussbutter oder Essig ist mir auch ziemlich neu.

Blog - Motivation

Ich bin auf eine Blogparade gestoßen, die sich mit dem Thema “Eure Motivation zu bloggen” beschäftigen soll.

Über dieses Thema wurde ja in den letzten Jahren einiges geschrieben - im Rahmen von verschiedenen Stöckchen, seinerzeitigen Gimme5 Fragen, Freitagsfragen, Interviews usw. und auch in Blogforen ist diese “Sache” recht überstrapaziert. Warum ich das weiß? Kürzlich - am 7. August, ich habe es schlichtweg übersehen - war Bloggeburtstag und mittlerweile kenne ich mich ja aus - immerhin ist dies der 4. Geburtstag von den orangen Gedankenfussel. Jedenfalls ein Grund, um wieder über Motivation zu sinnieren. ;-)

Dazu hole ich diesmal (sorry, wenn ich diese Blogparade dazu missbrauche! Aber am Ende komme ich schließlich immer zu einem Punkt) ein wenig weiter aus:
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Mittelaltermarkt

Ritterrüstung
Halbrüstung

Das Mittelalter oder genauer gesagt das Leben im Mittelalter hat mich schon immer fasziniert, obwohl ich recht froh bin, nicht in jener Zeit gelebt zu haben.
Außer ich wäre damals auf die Butterseite gefallen, was allerdings wohl den wenigsten passiert ist - im Maßstab zu unserem Verständnis von einem “bequemen” Leben. Schon von Baby an war es ein ständiger Kampf ums Überleben und um in seinem Stand das Ansehen zu bekommen, das das weitere Überleben sicherte. Sogar der Tod war nicht so “einfach” …

Trinkhorn
Trinkhörner

Wir tauchten heute ins Mittelalter ein - in die Ritterzeit. Es wurden verschiedene Handwerke vorgestellt, Ritterturniere veranstaltet oder u.a. Spiele anno dazumal geboten, was vorallem die Kinder freute. Typische Lederwaren, Gewandungen, Schmuck, Holz- und Eisenwaren standen ebenso im Angebot wie kulinarische Eigenheiten - Honigbier, Natursäfte, Met, Kräutersuppe, Ripperln, Fladenbrot, Ofenkartoffel … *lecker*.
Getrunken wurde aus Steinkrügen und gegessen recht untypisch in Plastikgeschirr - Schade drum, aber wohl zweckmäßig.

Der Weg zur Burg ist als Kräutergarten gestaltet. Passenderweise werden Giftpflanzen, Hexen- aber auch Heil- und Arbeitskräuter vorgestellt. Das ist recht interessant, weil man täglich von so manch einer Pflanze umgeben ist, deren Blätter, Blüten, Wurzeln oder Samen (oder gar alles) hochgradig giftig sind bzw. doch gefährlich sind.

Ein netter Sonntag bei diesem durchwachsenen Wetter - für die ganze Familie.
Wo? Burg Sommergg in Seeboden am Millstädter See (Burgschenke, Fotermuseum, Ritterspiele, Mittelaltermarkt)

Kräuterweihe

Kräutertopf
Kräutertopf

Mitte August beginnt die Zeit der großen Kräuterweihen. Gerade heutezutage, wenn man sich wieder auf die Natur mit ihren Schätzen besinnt, gibt es immer mehr Menschen, die selbst gesammelte Kräuter zu dieser Weihe bringen, um ihre Wirkung zu verstärken.

Der August bietet ein Erntemonat, an dem viele Kräuter ausgereift sind. Seit dem 10. Jahrhundert wird verzeichnet, dass verschiedene Formeln und der kirchliche Segen die Kräuter oder Getreide gegen Krankheit, Schmerz und Plagen verwendbar manchen soll.
Angerufen wird der Herr und auf die fünf heiligen Brote und die zwei Fische Bezug genommen und um Vorbeugung gegen die Versuchung und Vorgaukelei des Teufeln zu bitten.

In anderen Religionen wird direkt die Pflanze angesprochen, damit sie dem, der sie anwendet, Stärke und Gesundheit verleiht. Der Segen soll sich gegen Schadenzauber und Krankheit richten. Bekannt ist auch die Kräuterweihe zum Zwecke des Liebeszaubers.

Maria Himmelfahrt

Die Heilige Maria soll am 15. August gestorben sein. Dieses Datum wird jedoch eher fiktiv angenommen, weil es keine eindeutige historische Nachricht darüber gibt, bzw. bislang nicht gefunden wurde. Im 19. Jahrhundert wurde dieser Tag durch die Vision der Nonne Katharina übernommen.

An Mariä Himmelfahrt werden traditionsgemäß viele Prozessionen abgehalten.
Am Wörthersee in Österreich beispielsweise auf Schiffen, die feierlich geschmückt langsam den See überqueren und an vielen Stellen Halt machen, damit die Gläubigen ihre Gebete sprechen können.
In Italien stehen die Autos zur Mittagszeit still, um Einhalt zu erlangen und Maria zu gedenken.

Zu diesem Augusttag gehören saisonbedingt immer Gewitter, die anzeigen sollen, dass sich ein heißer und schwüler Sommer wieder dem Ende neigt. Und wie es eben sein soll, sind für heute in unserer Gegend tatsächlich solche Wetterlagen angezeigt. - ehrlich - ;-)

Volkskundlich gibt es auch einiges zu beachten:
Kröten verlieren an diesem Tage ihr Gift und können gefahrlos gefangen werden.
Baden im Freien sollte man grundsätzlich nicht, weil alle Kriechtiere auf dem Weg oder schon in Gewässern sind - das Bad könnte also heikel werden. Schlussfolglich sollte man sich vor Gewässern, Wiesen und Wäldern fernhalten, um den Krabbeltieren, Schlangen, Käfern und Insekten nicht zu begegnen.
Wenn es an diesem Tag regnet, gibt es viele Spinnen im Herbst - jedoch sollte man die Kleider lüften, da sie dann vor Motten geschützt sind!

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