orange Gedanken- und Fotofussel

Alltägliches, Besonderes und die Fussel dazwischen.

Abgelegt unter: ‘Aberglaube’

Aberglaube (Goethe)

Samstag, 13. März 2010, 20:01 Uhr3 KOMMENTARE
Feelings

Der Aberglaube gehört zum Wesen des Menschen und flüchtet sich, wenn man ihn ganz und gar zu verdrängen denkt, in die wunderlichsten Ecken und Winkel, von wo er auf einmal, wenn er einigermaßen sicher zu sein glaubt, wieder hervortritt.
Johann Wolfgang von Goethe, 1749 – 1832

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März

Samstag, 06. März 2010, 17:23 Uhr6 KOMMENTARE

Frühlingsknotenblume Der Name März leitet sich vom römischen Kriegsgott Mars ab. Er war im Julianischen Kalender der erste Monat des Jahres. So finden sich in diesem Frühlingsmonat viele Neujahrsbräuche wieder. Heutzutage werden diese Riten durch Faschingsbräuche, die in den vorgehenden Wochen beginnen, ersetzt. Der Kampf zwischen Winter und Sommer oder die Dämonenbekämpfung erinnert jedenfalls daran. Erhalten haben sich vielerorts das Märzfeuer und das Ausrufen der Lenzpaare.

Bis zu Beginn der Neuzeit gab es noch keine vier Jahreszeiten, sondern lediglich Sommer und Winter. Älter als der Begriff Frühling ist das Wort Lenz. In den Frühlingsfeiern wird der alte Jahresgott durch Peitschenknallen und Pöller vertrieben, die bekannten Frühlingsboten begrüßt. Seien es die Blumen und Blüten, die erste Schwalbe oder etwa der Kuckuck. Neben vielen Frühlingsliedern und Frühlingsfeiern ist der Sonntag Lätare (der dritte Sonntag vor Ostern), das Osterfest selbst und der erste Mai zu den alten Bräuchen zu zählen. Von diesen Festen wird jedoch in nächsten Tagen und Wochen mehr zu berichten sein, da sie kalendermäßig auch dort hin zuzuordnen sind.
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Weißbeerige Mistel – Viscum album

Mittwoch, 09. Dezember 2009, 14:52 UhrKOMMENTIEREN

Mistel
Die Mistel mit all ihren weltweit verbreiteten Arten ist eine Schmarotzerpflanze, die sich in Bäumen einnistet und recht rasch in alle Richtungen wächst. Dadurch erhält sie ihre schöne Kugelform. Unsere heimische Art trägt dekorative weiße Beeren, die giftig sind. Also Vorsicht! – vor allem wenn Kinder in der Umgebung sind.

In der Volkskunde taucht die Mistel – nicht ohne Grund natürlich – unter der Bezeichnung Donner- oder Hexenbesen, Druidenfuß, Wintergrün, Bocksbutter, Albranken oder Vogelkraut u.m. auf. Spätestens seit der Veröffentlichung der Asterix-Comics, weiß man, dass die Mistel ein wesentlicher Bestandteil eines Zaubertranks ist. Sie sorgt für die nötige Kraft der Gallier, ihr Dorf vor den Römern zu schützen. Leider hat der Druide Miraculix sein Rezept nicht für die Nachwelt ausgeplaudert.
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Hlg. Barbara

Freitag, 04. Dezember 2009, 19:46 Uhr5 KOMMENTARE

Seit dem 15. Jahrhundert wird am 4. Dezember – so sagt der Brauch – ein Obstbaumzweig, vornehmlich ein Kirschzweig, geschnitten und in eine Vase im geheizten Zimmer gestellt. Blüht dieser Zweig genau zum Weihnachtstag ist das als gutes Zeichen für die Zukunft zu sehen. Manchmal schneidet auch jedes Familienmitglied einen eigenen Zweig mit Zetteln versehen ab. Derjenige, dessen Zweig erblüht, darf davon ausgehen, dass sich seine Wünsche erfüllen.

BarbarazweigeDie Barbarazweige halten mancherorts auch als Liebesorakel her. Mädchen schneiden mehrere Zweige eines Kirschbaumes und versehen diese mit Namenszettel von potentiellen Verehrern. Derjenige, dessen Zweig blüht ist der Auserwählte. Die Blüten müssen allerdings bis zum Weihnachtstag aufgegangen sein, sonst gilt das Mädchen als unkeusch und unrein.

Rein theoretisch betrachtet ist die Zeitspanne vom 4. bis 24. Dezember genau darauf ausgerichtet, bei angemessener Temperatur die Zweige erblühen zu lassen. Geht diese Rechnung nicht auf – wird wohl was dran sein, an den Gerüchten. Oder die Zimmertemperatur hat diesmal einfach nicht gepasst! ;-)

Zur heiligen Barbara:
Sie ist die Schutzpatronin der Architekten, Gefangenen, Feuerwehrleute, Bauarbeiter, Verwundeten, für das Wetter und für Bergleute. (Aufzählung nicht vollständig!). Sie lebte im 3. Jahrhundert in Kleinasien nördlich von Istanbul (Izmit). weiterlesen »

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Das Auge der Fatima

Dienstag, 24. November 2009, 21:10 Uhr8 KOMMENTARE

Side - Souvenirs        In der orientalischen Volkskunde steht der Begriff Nazar für den bösen Blick. Dem Glauben nach bergen alle Menschen mit (hell)blauen Augen diesen unheilvollen Schadenzauber in sich. Als Gegenzauber wird ein ebenfalls blaues Auge eingesetzt: das Auge der Fatima.
In der Türkei sah ich häufig in Taxis, öffentlichen Verkehrsmittel oder hinter dem Innenspiegel eines LKWs einen Anhänger mit diesem Symbol oder auch über Eingänge zu Wohnungen oder Geschäften. Viele Menschen tragen es als Schmuckstücke am Körper. Das Auge der Fatima ist eigentlich allgegenwärtig und muss somit große Kraft besitzen. Nicht nur gegen den bösen Blick, sondern auch als Schutz vor dem Dschinn, ein dämonartiges Fabelwesen aus der arabischen Mythologie. Wobei hier vorallem die Hand der Fatima Abwehrschutz bieten soll. Diese Hand ist ebenfalls blau mit dem Auge in der Mitte und silbener Fassung.
Fatima – die Herrin unter den Frauen der Welten – war die vierte und jüngste Tochter des Propheten Mohammed mit seiner ersten Frau Chadidscha. Sie wird als sündenfreie Jungfrau verehrt.

In Touristensouvenirläden werden solche Symbole in vielen Formen angeboten. In der Nähe des Strandes westlich von Side kann man zahlreiche Meeresschildkröten beobachten. Dieses Tier ist wohl deshalb ebenfalls eine Art “Wahrzeichen” der Stadt. Und es ist daher klar, dass diese beiden Motive gerne kombiniert werden …

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Kommentare

  • schlaglochzu Aberglaube (Goethe): Hallo Isabella! Als Fotolaie habe ich auf ein Stück Autoreifen oder Reifenspur...
  • Kerstinzu Aberglaube (Goethe): Eine schöne Kombination :-) Die Bearbeitung des Fotos gefällt mir gut! LG, Kerstin
  • PC-Entezu 1 Motiv x 12 – 2010: Ich habe jetzt mal mein März-Motiv online gestellt. http://pc-ente.blogspot.c...
  • Rewolve44zu Aberglaube (Goethe): Das nenne ich eine sureale Arbeit die du da gemacht hast schaut interessant aus,...
  • Frankzu Ausfallshonorar: Wie wahr doch deine Zeilen sind, das Leben treibt es oft sehr bunt mit uns. Ein Thema das...

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