Seit dem 15. Jahrhundert wird am 4. Dezember – so sagt der Brauch – ein Obstbaumzweig, vornehmlich ein Kirschzweig, geschnitten und in eine Vase im geheizten Zimmer gestellt. Blüht dieser Zweig genau zum Weihnachtstag ist das als gutes Zeichen für die Zukunft zu sehen. Manchmal schneidet auch jedes Familienmitglied einen eigenen Zweig mit Zetteln versehen ab. Derjenige, dessen Zweig erblüht, darf davon ausgehen, dass sich seine Wünsche erfüllen.
Die Barbarazweige halten mancherorts auch als Liebesorakel her. Mädchen schneiden mehrere Zweige eines Kirschbaumes und versehen diese mit Namenszettel von potentiellen Verehrern. Derjenige, dessen Zweig blüht ist der Auserwählte. Die Blüten müssen allerdings bis zum Weihnachtstag aufgegangen sein, sonst gilt das Mädchen als unkeusch und unrein.
Rein theoretisch betrachtet ist die Zeitspanne vom 4. bis 24. Dezember genau darauf ausgerichtet, bei angemessener Temperatur die Zweige erblühen zu lassen. Geht diese Rechnung nicht auf – wird wohl was dran sein, an den Gerüchten. Oder die Zimmertemperatur hat diesmal einfach nicht gepasst!
Zur heiligen Barbara:
Sie ist die Schutzpatronin der Architekten, Gefangenen, Feuerwehrleute, Bauarbeiter, Verwundeten, für das Wetter und für Bergleute. (Aufzählung nicht vollständig!). Sie lebte im 3. Jahrhundert in Kleinasien nördlich von Istanbul (Izmit). weiterlesen »