Ich denke uns Österreichern geht es ziemlich gut, wenn wir keine anderen Probleme haben als den Text der Bundeshymne zu diskutieren (!?). Demzuvor geht eine Kampagne unserer Bundesministerin Dr. Claudia Schmied. (oder Frau Bundesminister oder Frau Bundesministerin).
Unsinnig ist diese Kampagne von Frau Dr. Schmied nicht – sie soll die Bildung unserer Kinder in den Vordergrund rücken, wie aus einer Pressemitteilung zu entnehmen ist – das ist ein großes Ziel.
Das Herzstück ist ein Kurzfilm mit einer Präsentation zahlreicher Kinderfotos großer Söhne und Töchter Österreichs. Von Wolfgang Amadeus Mozart, Sigmund Freud und Ingeborg Bachmann über Christoph Schönborn, Andreas Treichl, Didi Constantini, Valie Export und Heinz Fischer bis zu Christina Stürmer, Mirna Jukic und vielen anderen. Das Finale: Nach den prominenten großen Söhnen und Töchtern von gestern und heute folgen Fotos unserer Kinder von heute. Die Botschaft: Die Kinder von heute sind die großen Söhne und Töchter von morgen und unsere Zukunft. Wir müssen sie dafür gut fördern.
aus oben genannter Pressemitteilung
Soweit so gut – das Goldkelchen Christina Stürmer interpretiert unsere Bundeshymne auf rockige Weise, um den Zugang zu jüngeren Menschen zu finden. Aufreger dabei ist, dass der Text kurzerhand leicht modifiziert wird. Aus “Heimat bist du großer Söhne” wird nun “Heimat bist du großer Söhne und Töchter“. Dieser Umstand ruft den Verlag auf den Plan, dem das Urheberrecht zugesprochen ist. Weder Melodie noch Text sollen angetastet werden. Die Sache wird nicht nur zum Rechtsstreit, sondern auch zum Politikum.
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