Ich bin kein wirklicher Fan von Casting-Shows, ab und an sehe ich mir die österreichische Ausgabe von “Starmania” an, aber damit hat es sich auch. Sendungen im deutschen Fernsehen übergehe ich glatt, fremdsprachige sowieso, weil ich die meisten ohnehin nicht empfangen kann.
Um Susan Boyle kommt man aber kaum rum. Sie wurde durch ihren Auftritt in der 3. Staffel von Britain’s Got Talent bekannt.
In der Presse gab und gibt es viel über sie zu lesen. Sieht man sich das Video an, so wird man verstehen, warum die Aufregung so groß ist.
Die 1961 Geborene – also nicht gerade der Zieljahrgang für neue Talente – fällt durch ihre “Ausnahmeerscheinung” im Fernsehen auf. Im Allgemeinen ist das ein Platz für die Schönen und Schönsten. Jung, prall, sexy, glamourös, wohlgeformt, hübsch … – so sehen angehende Stars aus. Nur für jene ist der Platz am Bildschirm reserviert.
Und da kommt sie! – 47, die Frisur aus Omas Zeiten, die Kleidung eher praktisch denn chick, die Erscheinung vorerst einen Lacher wert. Die Jury ginselt*, das Publikum ist wahrscheinlich verwirrt und schadenfroh – dann diese Stimme: die Münder bleiben offen, das Lächeln erfriert. Großartig! Fantastisch! Welch ein Talent!
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