An Mariä Lichtmess wird im Kirchenjahr das Ende der Weihnachtszeit, der Abbau der Krippen bekundet.
Wie es das damalige Gesetz verlangte, ging Maria mit Jesus 40 Tage nach der Niederkunft zur “Reinigung” durch die Priester in den Tempel. Dort wurde von Simeon und der Prophetin Hanna der Erlöser erkannt: “Ein Licht, zu erleuchten die Heiden”.
So wird zu Mariä Lichtmess einerseits die Darstellung des Herrn gefeiert und andererseits die Reinigung Marias nach dem Wochenbett.
Anstelle des heidnischen Volksfestes Lupercalien, am 15. Februar, finden an Mariä Lichtmess Kerzenweihungen und Lichterprozessionen statt.
Mit der geweihten Kerze bringt man Christus in das eigene Haus, sodass er beim Beten nahe ist. Die Kerzen sollen große Kraft gegen Unwetter besitzen und geben Sterbenden besonderen Beistand. Manche Gläubige lassen sich daher einen Jahresvorrat weihen.
Die Symbolik des Lichtes veranlasste wohl dazu, Lichterprozessionen zu gestalten.
In Gegenden der Schweiz, Bayerns und in weiten Teilen Österreichs blieb der Brauch des Kirchleintragens erhalten. Im kärntnerischen Bad Eisenkappel z.B. wird diese Tradition stark gefördert. Kinder gestalten in Kindergärten und Schulen Kirchen aus Papier und setzen diese mit einer brennenden Kerze in den Fluss. Eine Legende besagt, dass vor langer Zeit die beiden Flüsse, die dort aufeinander treffen den Landstrich zu überfluten drohten. So begab sich die Bevölkerung zum Schutz in ein höher gelegenes Dorf und besänftigten die Fluten, indem sie Holzkirchen in das Wasser setzten.
In der Landwirtschaft endete früher an diesem Tage die Winterruhe. Die Dienstboten bekamen am Montag nach Mariä Lichtmess frei. Man nannte diesen Tag Lichtblaumontag – ein Spruch, der daran erinnert: Am Montag blau machen..
Lichtmess war ebenso der Tag, an dem Dienstboten und Handwerker ihre Arbeitgeber wechselten und diesen Umstand ausgiebig feierten. In diesem Sinne wird der Tag als Ziehtag oder Schlenkerltag gesehen.
Freilich sind solche Tage wichtige Lostage. Zumindest für die nächsten sieben Wochen soll das Wetter vorhergesagt sein.
Ist’s an Lichtmess hell und rein, wird’s ein langer Winter sei.
Wenn es aber stürmt und schneit, ist der Frühling nicht mehr weit.
Bauernweisheit
Suche in den Archiven
Aktuelles bequem per Abo 











