Eine Hausgemeinschaft (= lat. familia) muss organisiert sein, wie jeder Bereich, in dem mehrere Menschen miteinander auskommen sollen. In einer klassischen Familienstruktur (Vater, Mutter, Kind … bürgerliche Kleinfamilie etwa bis 1950) übernimmt gesellschaftlich begründet der Vater die Ernährerrolle, die Mutter kümmert sich um Haushalt und Kindererziehung. Schon alleine aus der Abhängigkeit der Frau hat der Mann das Sagen. Er entscheidet in finanziellen und familiären Angelegenheiten.
Spätestens in den 60/70iger Jahren wandelt sich die Rollenverteilung. Die Frauen emanzipieren sich und stärken ihren Selbstwert. Es entwickeln sich verschiedenartige Hausgemeinschaftsmodelle.
Heutzutage ist es auch im klassischen Familienverbund üblich, dass sich die Ehemänner um die Kinder bemühen und Ehefrauen zum Haushaltsbudget beitragen. Doch wer hat denn nun das Sagen bei wichtigen Entscheidungen?
Meine Tageszeitung berichtet über eine Studie des deutschen Emnid-Institut. Demnach glauben 45 % der deutschen Frauen das Sagen zu haben und nur 26 % räumen dieses “Recht” ihren Männern ein – wobei sich ebenfalls 45 % der Männer als Familienoberhaupt sehen. Zwischen den Werten 26 und 45 liegt also eine Differenz, die den Männern offenbar nicht bewusst ist.
Interessanterweise gaben nur 7 % aller Befragten an, das Rollenverhältnis gerecht aufzuteilen.
Gemeinsamkeit funktioniert also doch nicht bis zur letzten Konsequenz … da müssen wohl noch einige Jahrzehnte oder Jahrhunderte verstreichen. Oder kann es diese gerechte Gemeinsamkeit in der Familienpraxis gar nicht geben?
Suche in den Archiven
Aktuelles bequem per Abo 












mit Interesse habe ich auch diesen Artikel gelesen. Danke
Schwierig zu sagen, ob es sich ändert. Ich denke mir mal, in manchen Familien wird es praktiziert in anderen wieder nicht.
Gruss Marina
… manchmal ist es ja auch eine Frage der Bequemlichkeit. Nicht alle Partner wollen Verantwortung übernehmen.
LG Isabella.