… der Geburtstag der Kirche.
Das Pfingstfest wird 50 Tage nach dem Osterfest begangen. Es soll der Tag sein, an dem der Heilige Geist zu den Aposten herabstieg (Ausschüttung) und das Datum, an dem die Kirche gegründet wurde. Pfingsten, ein Hochfest der Kirche …
Und als der Pfingsttag gekommen war, waren sie alle an einem Ort beieinander. Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen zerteilt, wie von Feuer; und er setzte sich auf einen jeden von ihnen, und sie wurden alle erfüllt von dem heiligen Geist und fingen an, zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen gab auszusprechen.
Apostelgeschichte 2,1-4
Abgesehen davon haben sich einige Bräuche bewahrt – wie z.B. das Schmücken des Pfingstochsen oder das Pfingstbaumpflanzen.
Im oberösterreichischen Mühlviertel bezeichnet man die Nächte auf den Pfingssonntag oder -montag Unruhnacht oder auch Bosheitsnacht, weil junge Burschen allerlei Unfug verüben.
Der Aberglaube besagt, dass man zu Pfingsten nicht auf die Felder gehen soll, weil sich der Heilige Geist über sie ergießt. Ratsam ist es, eine Handvoll Bohnen über das Hausdach zu werfen, um Hexen abzuwehren.
Werden Hufeisen geweiht und an Pfingsten die Pferde damit beschlagen, so laufen sie den ganzen Sommer nicht krumm.
Pfingsttau schützt vor Pickel und ist wirksam gegen Sommersprossen.
Brunnenwasser gilt in dieser Zeit als besonders heilsam, ein Reinigungsbad kann also nicht schaden …