In der Nacht vom 30. April zum 1. Mai wird einem besonderen Ritus gedacht – einem hexischen.
In der heutigen Zeit darf man sich dieser mystischen Nacht ohne Schande auf die eine oder andere Art hingeben, noch vor einiger Zeit wäre man dafür ohne Gnade am Scheiterhaufen gelandet.
Hexe sein ist heute wieder “in” – in all seinen guten wie bösen Facetten, wobei die modernen Hexen sich doch eher auf die Natur mit all ihren Kräften entsinnen, als dass sie ihren Zauber – so er denn funktioniert – in schlechter Absicht einsetzen.
Diese Nacht ist jene, in der die Hexen in Richtung “Blocksberg” im Harz unterwegs sind. Reitend auf ihren Besen – versteht sich. Dort treffen sich die bösen Mächte der Hexerei, um sich auszutoben. Da sie unterwegs alles verhexen sind allerlei Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Dem Vieh gibt man in dieser Nacht am besten neun verschiedene, ausgewählte Kräuter, um es zu schützen. Vor die Türen werden Besen oder Mistgabel über Kreuz gelegt, um den Hexen den Zugang zu verwehren. Trägt man neun verschiedene Holzarten bei sich, so kann man die Hexen gut erkennen und ist vor deren Zauber bestens geschützt.
Die mutigen Männer bleiben draußen und versuchen durch Peitschenknallerei oder Schießerei, die Hexen fernzuhalten. Je größer der Lärm, desto größer die Wirkung.
Heutzutage gibt es mancherorts, ein großes Feuer, in dem eine Strohhexe verbrannt wird. In diesem Zusammenhang fällt auch das Maifeuer, das am Vorabend zum 1. Mai die Funktion hat, Menschen, Vieh und Felder durch das Vertreiben der Dämonen gesund zu erhalten.
Und was machen die modernen Hexen von heute wirklich in dieser Nacht? Tja – diese Frage lasse ich hier einfach mal offen stehen ….
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hatte gestern auch gegoogelt, wegen der Walpurgisnacht. Warum ? Ich habe da einen Mistelzweig vor der Haustüre hängen, irgendwo habe ich mal gelesen, dass man ihn in der Walpurgisnacht verbrennen soll. Habe aber nichts gefunden im Netz, dass dies bestätigt.
Vielleich weisst Du etwas. Obwohl wäre ja eh schon zu spät. Also hängt er noch.
Ein schönes W-ende
Gruss Marina
Hallo Marina,
vom Verbrennen der Mistel oder Räuchern in dieser Nacht weiß ich auch nichts. Die Mistel ist allerdings eine starke “Zauberpflanze”, sie soll einerseits Hexen und Dämonen abwehren (Schutzzauber) und andererseits sagt man, dass sich die Hexen zu Walpurgis einer Salbe bedient haben, ein Bestandteil davon ist auch die Mistel. Diese Salbe soll sie in einen Rauschzustand versetzt haben.
Über das Räuchern von Mistel findest du auf dieser Seite Informationen.
LG Isabella.
Liebe Isabella!
Die Bräuche heutzutage liegen da schon oft weit neben der richtigen Spur (hat die Kirche gute Arbeit geleistet), aber ein paar Grundzüge waren wohl nicht auszurotten.
….und ich,…war taurig, weil ich Rückenschmerzen hatte,….sonst hätten wir vielleicht ein Feueer im Hof gemacht. Schade.
Liebe Grüße
Grey Owl
Tut mir wirklich leid, Eule, dass du solche gesundheitlichen Probleme hast.
Heutzutage hat man wenigsten die Möglichkeit, sich auf alte Bräuche nicht christlicher Natur zurück zu besinnen. Klar, dass sich dann aber gewisse “Mischformen” ergeben. Im Grunde ist das nicht weiter schlimm, weil jeder für sich das mitnehmen kann, was er möchte und woran er sich “festhält”.
LG Isabella.