Alle Jahre wieder höre ich es: Alles Gute zum Weltfrauentag! Ich bin entsetzt. Vor allem, weil ihn Männer aussprechen.
Alles Gute??? – Ja bitte, und es darf noch ein bisserl mehr sein!
Ein wirklicher Fortschritt, nein ein (Wunsch)traum wäre es, wenn es so einen Aktionstag nicht geben müsste! Mir geht es recht gut, ich spüre wenig Benachteiligung, aber vieles im Alltag wird ohnehin als Selbstverständlichkeit der Frauen anhingenommen. Andere Frauen – im engen Umfeld, aber noch weit schlimmer in anderen Ländern und Kulturkreisen – spüren und erleben den Unterschied hautnah bis schmerzlich.
Nächsten Sonntag wird in Klagenfurt die Bürgermeisterstichwahl abgehalten. Erstmals stehen sich in der Stadt eine Frau und ein Mann als Kandidaten gegenüber. In lokalen Medien höre/sehe ich Umfragen, wie denn die Befragten zu einer Frau als Bürgermeisterin stehen. Alleine diese Frage zeigt doch die Problematik deutlich.
Ständig wird von Gleichbehandlung, Gleichberechtigung und Gleichwertigkeit zwischen Frau und Mann gesprochen. Genau diese Geschlechterfrage stellt solche hohlen “Sprüche” ad absurdum.
Im Wahlkampf, in der Diskussion müsste es doch ausschließlich um Inhalte und Ziele gehen, nicht um das Geschlecht!
Übrigens: das Wahlrecht der Frauen besteht in Österreich seit genau 100 Jahren.
Am 3. November der Weltmännertag statt. Dieser Aufruf wurde 2001 von Andrologen der Universität Wien gestartet. Hier geht es vor allem um die Gesundheit, die Männer oft genug vernachlässigen. Männer sterben im Schnitt 7 Jahre früher als Frauen.
Der Ursprung und Sinn dieser beiden Aktionstage spricht für sich alleine.
Frauen – lasst euch nicht unterkriegen, aber bleibt am Boden.

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habe es auch bei uns im Radio gehört. Und mir so meine Gedanken gemacht. Etwa zur gleichen zeit hörte ich im Lokal Radio bei uns, dass es in einem Kanton soviel Frauen im Gemeinderat hätte und in einem anderen nur 2. Mir kam der bericht etwas komisch vor, alsob man nur auf Quantiät setzen wolle als auf Qualität. Es gibt hier bei uns auch immer noch wenige Frauen im Bundesrat. Ich denke mir, das wird sich auch in 100 jahren nicht änderen, dass Frauen, sei es jetzt in der Politik oder in einem anderen Beruf, immer mit andren Massstäben gemessen werden als die Herren.
Wie wir hier Eveline Widmer Schlumf haben, so habt ihr Angela Merkel. Und ich finde beide ganz tolle Frauen.
Phu jetzt aber fertig Politisiert.
Noch etwas sonne geniessen.
lg Marina
Ja, Marina – Frauen können gute Politik machen, Männer aber auch. Quotenregeln kommen mir nicht produktiv vor. Das sieht immer so aus, als ob Frauen nur gute Posten bekommen, weil es das Gesetz eben so vorschreibt. Es muss im Umfeld der Frau viel mehr getan werden, damit sie überhaupt in der Lage sind, solche Positionen anzustreben.
Merkel ist in unserem Nachbarland aktiv, wir haben wohl in der Regierung Frauen, nicht aber an der Spitze. Ich sehe allerdings auch keine, die zur Zeit dafür in Frage kommen würde.
LG Isabella.
Hallo Isa,
wir hatten viele Jahre eine Frau Bürgermeister, so ist der richtige Titel sagte man mir, und sie war sehr beliebt hier in der Stadt und ist so lange wiedergewählt worden, bis das Amt des Stadtdirektors mit dem des Bürgermeisters zusammengelegt wurde.
Da hat sie nicht mehr kandidiert.
Auch in Münster hat man eine Frau Bürgermeister, mit der man (wie mir scheint) mehr als gut zufrieden ist.
Ich habe nicht das Gefühl dass es hier bei uns als ungewöhnlich angesehen wird, eine Frau in diesem Amt zu sehen. – Zum Glück
LG und einen schönen Sonntag
Agnes
Es ist traurig das es überhaupt so einen Tag geben muß und in der heutigen Zeit bei gleicher Arbeit unterschiedlicher Lohn ausbezahlt wird.
Solange das nicht in die Köpfe der Männer geht wird es nie wirklich eine 100%ige gleichheit geben.
Ich wüsste sogar ein gutes Beispiel, man sagt ja oft unter Männer (ich weis es weil ich ja einer bin
), das zB.: Ein Stahlarbeiter mehr verdienen muß als eine Stahlarbeiterin weil er ja Köperlich viel mehr leistet (Kraft).
Ich kenne Stahlabeiterinen die sind Schweiser und haben Ihren Hilfsarbeiter der ihnen das Material vorbereitet (ebenso wie bei den Stahlarbeiter), also die mache exakt die gleiche Arbeit.
Die können genauso gut und sogar oft besser Schweisen und verdienen 40% weniger als die Männer.
Und bei Kopfarbeit weis man es ja schon längst das die gleiche Arbeit geleistet wird, egal ob Mann oder Frau und dennoch unterschiede bis 40% weniger bei Frauen.
Meine Gattin leistet als Chemielaborant warscheinlich genaus viel wie Ihre Kollegen aber da Sie ca. 30% weniger verdient entgeht uns jedes Jahr ein wunderschöner Urlaub.
Das soll einer verstehen, ich nicht.
Lg,
Rewolve44