Das Wort des Jahres wurde diese Woche in Österreich ermittelt: Lebensmensch.
Was ist das eigentlich? Was bedeutet dieser Begriff – den kannte ich bisher im Sprachgebrauch nicht – Lebemensch wäre klar definiert.
S. Petzner bezeichnete J. Haider als Lebensmensch, als engen Weggefährten also oder als “Wahlverwandten” oder was sonst noch hinein interpretiert werden könnte oder kann. Seitdem sind Lebensmenschen modern, jeder hat einen. Manche sammeln Lebensmenschen wie Pokale, wechseln Lebensmenschen in kurzen Intervallen. So verlieren wahre “Lebensmenschen” an Bedeutung und sind richtig angepatzt.
***Die “Bedeutungsambivalenz” sowie der “hohe emotionelle Wert des Wortes” gaben laut Jury den Ausschlag für die Entscheidung.***
Ich habe keinen Menschen, den ich als Lebensmenschen bezeichnen möchte. Ich habe Kinder und einen Ehemann. Meine Familie ist mein Leben – also eine Lebensfamilie. Dazu zählen auch meine Eltern, meine Großeltern usw. Und dann habe ich noch sehr gute Freunde, die ebenfalls mein Leben prägen oder geprägt haben. Ich möchte für all diese lieben Menschen keinen Sammelbegriff verwenden.
Ich wäre eher dafür gewesen diesen Begriff als Unwort zu küren. Aber diese Ehre erhielt der Ausspruch Molterers zum Debakel der alten Regierung: “Es reicht”
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Hallo Isabella!
Den Begriff “Lebensmensch” kenne ich schon lange. Thomas Bernhard hat ihn, für ihn nahestehende Menschen verwendet. Ich selbst würde Thomas Bernhard für mich als Lebensmensch bezeichnen, obwohl ich Ihn nicht persönlich gekannt habe. Seine Prosabände “Frost” und “Kalkwerk” haben mich beeindruckt.
Gruss schlagloch.
schlaglochs letzter Blogbeitrag … WINTER : 2008
Hallo schlagloch,
auf Thomas Bernhard bin ich bei meiner I-Recherche im Zusammenhang mit Lebensmensch auch gestoßen … ich mag Literatur in allerlei Form auch, aber ich glaube nicht, dass sie großen Einfluss auf mein Leben hat. Zumindest hatte ich dieses Gefühl nie für längere Zeit.
LG Isabella.