Friedhofsmotive sind stimmungsvoll, gerade im Herbst. Ich habe schon ab und zu an solchen Orten fotografiert, aber noch nie dort, wo mich Leute u.U. kennen - also nur wenn ich als “Fototourist” unterwegs war.
Heute war ein wunderschöner Herbsttag. Spontan blieb ich bei einem Friedhof in meiner Stadt stehen und spazierte mit der Kamera von Grab zu Grab, um fast durchwegs Detailaufnahmen zu machen. Ich vermied es Grabsteine mit Namen abzulichten - außer sie gehören zu öffentlichen Persönlichkeiten, Dichter oder Musiker z.B. - und natürlich fotografierte ich auch nicht dort, wo gerade Angehörige vor dem Grab standen. Ich traf auch einige Bekannte - man kennt sich halt in einer kleineren Stadt …
Ich hatte kein gutes Gefühl bei dem Gedanken, wie diese Menschen meine Fotosession sehen. Ein Friedhof hat für jeden etwas Intimes, obwohl er ein frei zugänglicher Ort ist und solche Motive eigentlich weit verbreitet sind.
An die Hobby- und Freizeitfotografen:
Fühlt ihr euch auch in bestimmten Situationen unwohl, wenn ihr mit der Kamera unterwegs seid? Gab es schon Situationen, in denen ihr die Kamera eingepackt und auf reizvolle Motive verzichtet habt? Oder sind solche Hemmungen völlig unbegründet?








Liebe Isa,
ich lass mich von anderen Menschen nicht beim Knipsen stören. Mittlerweile habe ich mich ans angeschaut werden gewöhnt, was auch geschieht wenn ich ohne Fotoapparat unterwegs bin. Und Friedhöfe geben einfach sehr schöne Motive.Da wird nichts entweiht, im Gegenteil.
Liebe Grüsse//Erika
Hallo Isabella,
Ich fühle mich jetzt mal nicht angesprochen, aber trotzdem eine Antwort. Bei Menschen in peinlichen Situationen, da packe ich die Kamera ein und lass es einfach. Solche Fotos will ich weder sehen, noch selber machen. Ich sage immer, “Spass ist, wenn beide ihn haben”. Aber ansonsten… halte ich drauf
Gruß und schönen Wochenstart - Gerd
Hy Isa !
In gewissen Situationen, finde ich es einfach passender, die Kamera in der Tasche zu lassen ! Wir sind doch schließlich keine Paparazzi oder ?
Lg, Roland
.. nö, im Paparazzi-Stil durch die Gegend zu laufen geht gar nicht … aber ein bisserl Selbstbewusstsein schadet wohl nicht.
@Gerd
Ich fotografiere sehr selten Menschen bzw. Gesichter für das Web. Bei Auftragsarbeiten ist die Grenze für solche Zweifel bestimmt höher gesetzt.
Ich wünsche auch einen guten Wochenstart allseits.
Lg Isabella.
Wenn manche Leute gaffen, als ob ich vom Mond käme, finde ich es schon unangenehm, aber den Spaß lasse ich mir nicht verderben. Dein ungutes Gefühl auf dem Friedhof kann ich verstehen, hätte ich wohl auch, aber wenn man es so hält wie Du, kann ja eigentlich nichts Schlechtes dran sein.
Fremde Menschen (außer die unvermeidlichen Mitmenschen, die überall sind, wo es schön ist) fotografiere ich gar nicht, obwohl es da oft sehr reizvolle Motive - Kinder z.B. - gibt, ist einfach zu heikel.
Aber die Idee mit dem Friedhof ist gut, gerade der Herbst mit seinen Stimmungen ist perfekt für solche Fotos. Danke für den Tip, vielleicht findet sich ja ein bischen Zeit…
Liebe Grüße von Iris