Ich bin auf eine Blogparade gestoßen, die sich mit dem Thema “Eure Motivation zu bloggen” beschäftigen soll.
Über dieses Thema wurde ja in den letzten Jahren einiges geschrieben – im Rahmen von verschiedenen Stöckchen, seinerzeitigen Gimme5 Fragen, Freitagsfragen, Interviews usw. und auch in Blogforen ist diese “Sache” recht überstrapaziert. Warum ich das weiß? Kürzlich – am 7. August, ich habe es schlichtweg übersehen – war Bloggeburtstag und mittlerweile kenne ich mich ja aus – immerhin ist dies der 4. Geburtstag von den orangen Gedankenfussel. Jedenfalls ein Grund, um wieder über Motivation zu sinnieren.
Dazu hole ich diesmal (sorry, wenn ich diese Blogparade dazu missbrauche! Aber am Ende komme ich schließlich immer zu einem Punkt) ein wenig weiter aus:
Im Netz bin ich mit meinen verschiedenen Homepages seit 2002. Anfänglich mit einem schwerfälligen Baukastensystem, später habe ich durch viele Bücher und Kurse die Auszeichnungssprachen gelernt und war flexibel genug, um meine Vorstellungen von Design, Layout und Inhaltgestaltung umzusetzen. Die ersten Homepages füllten sich mit Buchtipps, Zitaten, Gedichten, Fotografien, Grafiken und meine Sichtweisen zu div. Themen wie Familie, Kindererziehung, Mittelalter, Aberglaube, Esoterik, Brauchtum, Rezepten und besonderen Geschehnissen aus meinem Alltag … = also durchaus heutige Blogthemen.
In Spitzenzeiten gab es fünf private Homepages zu betreuen; ein enormer Aufwand wie man sich denken kann – zumal sich der Trend, die Technik und Browseranforderungen rasant entwickeln und jede neue Seite mehr oder weniger am Notepad erstellt wurde.
Irgendwann in Zeiten des Web 2.0 – der dynamischen Interaktivität durch vermehrte Kommunikationstools – begann ich ein Blog zu führen. Praktisch, unkompliziert, übersichtlich in der Handhabung und dank OS-Produkten kostenlos aber doch flexibel in der Anpassung sowohl im Backend als auch im Frontend.
Die Motivation den Blog zu füllen ergab sich also zwangsläufig daraus, dass ich bestehende Inhalte aus den Homepages integrierte, aktuelle hinzufügte und bis heute gerne hinzufüge.
Ein Blog ist aber nie genug! Mittlerweile sind es drei: dieses persönliche Themenmix, der Fotoblog und die WordPress-Notizen … vielleicht liegt es an meinem Zwillingswesen (obwohl ich an die Sterne nicht sehr viele Gedanken verschwende).
Der Zwilling (also ich) ist u.a. gesellig, kontaktfreudig, mitteilungsbedürftig und redselig – mitunter gar zum Tratschen geneigt. Ich teile meine Gedankenfussel mit anderen, versuche bestimmte Themen durchaus als Informationsquellen zu gestalten und bleibe gerne mit anderen Bloggern oder Blogs im Kontakt.
In den letzten 6 Jahren hat sich dieses internette Kontaktbedürfnis zwar ein wenig gelegt, dennoch ist es nicht erloschen. Außerdem ist mein Blog auch für mich persönlich ein “Tagebuch”, um bestimmte Geschehnisse chronologisch festzuhalten – also hier würde ich sagen: Ich schreibe ja nur für mich! – was natürlich Quatsch ist. In diesem Fall könnte ich ja ein Offline-Tagebuch anlegen.
Die Motiviation für mich ist klar:
Ich muss mich nicht! motivieren, um online zu publizieren. Es gehört zu meinen Interessen, meinen Hobbys und zu meinem Alltag.
Ich stehe nicht unter dem Druck, mir über Einnahme- oder Besucherstatistiken den Kopf zu zerbrechen. Die Blogs decken vielleicht die Serverkosten, ansonsten halte ich diese Präsenzen “strikt privat”.
Ich pflege den Blog gerne in all seinen Hintergrundarbeiten, erweitere Funktionen, bessere nach wo es notwendig erscheint und versuche die Quelltexte halbwegs “sauber” zu halten.
Es ist Spaß pur, erweitert nebenbei durch den Austausch und das Lesen von anderen Blogs den Horizont!
Falls ich mich über längere Zeit wirklich motivieren oder gar in eine SuMa ernsthaft den Begriff “Blog(schreib)blockade” eingeben müsste (um dann mindestens 7 völlig unbrauchbare Tipps zu bekommen) – dann wird es Zeit, meine Blogs aus diesem Medium zu entfernen!
Auch wenn das kein Verlust für die Menschheit bzw. das Internet wäre, das ist mir ebenso klar, wie meine Motivation mich daran zu beteiligen
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Hallo Isabella!
Glückwunsch zum viertem Bloggeburtstag, dein Bog hat sich prächtig entwickelt. Worin liegt der Unterschied zwischen einem Blog und einer Homepage, wer sind die Guten und wer sind die Bösen?
Blogparade “Motivation zum Bloggen”, hatten wir dies nicht schon, vielleicht bin ich noch zu motivieren. Seo-new.at freut sich jedensfalls seit dem Start der Blogparade über einen neuen Besucherrekord, auch eine Motivation.
Gruss schlagloch.
Stimmt genau, schlagloch – beides: hatten wir schon des öfteres und es bringt Besucher, aber zumeist keine Stammleser. Dieses Hoch sei dem Landsmann und seinem jungen Blog vergönnt.
Gut und Böse? Wir sind die Guten *lach*.
Blogs werden doch öfter akualisiert und im Web 2.0 bestimmt eher gesucht und gefunden. Der chronologische Aufbau scheint beliebt zu sein sowie andere benutzerfreundliche und kommunikative Elemente wohl auch – statische Homepages mit “privaten” Inhalten werden schnell langweilig. Hier fehlt zumeist die Dynamik … m.M.
LG Isabella.