Nur noch 10 Tage bis zur Fußball-Europameisterschaft. Österreich ist (als Gastgeber) mit dabei und Klagenfurt mittendrin.
Egal in welcher Ecke man sich in dieser Stadt befindet, um das Thema Nummer 1 kommt man seit Wochen nicht herum nicht herum. Dass Klagenfurt im Ausnahmezustand stehen wird und ein “normaler” Alltag in dieser Zeit nicht stattfinden wird können verbreitet gemischte Gefühle. Unsere Stadt wird immerhin voraussichtlich von mehr Besuchern “belagert” als sie Einwohner hat. Das Stadion liegt beinahe mitten in der Stadt, die Fanzonen an zentralen Plätzen.
Die letzten Monate waren von diesem Ereignis beherrscht. Es wurde gebaut, gestaltet, organisiert, vorbereitet, vorgesorgt und Stimmung verbreitet. Ob es nun für diese große Veranstaltung reicht? Wollen wir hoffen.
Mit Polen, Kroatien und Deutschland müssen wir “zurecht” kommen. Als Tourismusstadt sind wir eine gewisse Gastgeberrolle ja gewohnt – aber werden diese Gäste das auch erkennen wollen? Die Spiele selbst werden bestimmt spannend verlaufen – das Davor, Dazwischen und Danach hängt eben von den Fans und Adabeis ab.
Nie ist der nationale Gedanke ausgeprägter als im Sport – was im sportlichen Sinne auch gar nicht dem europäischen Gedanken widerspricht. Gerade hier wachsen die Nationen durch einen Wettkampf zusammen. Seit dem vor einigen Tagen das österr. Beflaggungsverbot von Fahrzeugen entfallen ist, sieht man sehr viele Fahnen im Straßenverkehr wehen – es sind auch so manche Häuser “beflaggt”. Das sind genau die, die am Ende der Meisterschaft, einem anderen Sieger, egal welcher Herkunft, zujubeln werden.
Man muss schließlich kein Prophet sein, um zu erkennen, dass die Farben dieser Mannschaft nicht rot-weiß-rot sein werden.