orange Gedanken- und Fotofussel

Alltägliches, Besonderes und die Fussel dazwischen.

Archiv vom September, 2007

Elternabend

Donnerstag, 20. September 2007, 19:35 UhrKOMMENTIEREN

4. Klasse Volksschule, also ein wichtiges Jahr für Kinder – die Wahl der nächsten Schulform steht in einigen Monaten an. Die Klasse hat eine neue Lehrerin, die Schüler und auch wir Eltern somit eine Umstellung im “Detail”. Im Klassenforum werden Angelegenheit wie schulautonome freie Tage, die individuelle Unterrichtsführung der Lehrerin, Lehrgänge, Projekte und Ausflüge besprochen oder bestimmte Termine behandelt. Viele Punkte kommen zur Abstimmung – die Eltern haben sehr wohl einen gewissen Einfluss auf schulische Entscheidungen.

Das Bildungssystem steht laufend in Diskussion. Unsere Kinder sind in vielen Belangen leistungsschwach. Die “Schuld”, wenn man davon im Einzelnen überhaupt sprechen kann, wird abwechselnd der Politik und den Lehrern zugesprochen. Letzteren wird wenig Engagement und wenig Wille zur adäquaten Wissensvermittlung unterstellt.

Am gestrigen Elternabend sind von 28 Schülern 6 Elternteile erschienen. 6 Eltern haben Interesse am Schulalltag ihres Kindes, 6 Eltern wollen Informationen, wie sie ihre Kinder am besten unterstützen können, 6 Eltern wollen die neue Lehrerin und ihre Vorstellungen zur Ausbildung ihrer Kinder in der letzten Klasse dieser Schulform kennen lernen.

Dinkelpalatschinken

Montag, 17. September 2007, 20:19 UhrKOMMENTIEREN

Schon vor 15.000 Jahren war Dinkel als Pflanze im asiatischen Raum bekannt – der Urweizen sozusagen, jedenfalls ein Vorläufer des Weizen. Im 18. Jahrhundert mauserte sich dieses Getreide zu einem wichtigen Handelgut. Heutzutage greift man wegen der sehr guten Verträglichkeit immer gerne auf die Körner oder das Mehl zurück.

Für Palatschinken nimmt man für eine Hauptmahlzeit für 4 Personen etwa 800 ml Milch, 4 Eier, ein wenig Salz – je nach Fülle (süß oder pikant) ein bis zwei Esslöffel Zucker oder eben keinen – und soviel Dinkelmehl, dass ein recht flüssiger Teig entsteht. Eventuell einen Schuss Mineralwasser zugeben, damit die Palatschinken flaumig werden. Nach und nach in Butter oder Öl ausbacken.

Für die Fülle habe ich heute für eine Palatschinke Ribiselmarmelade genommen und für die andere 200 g Nüsse mit 100 g Honig gemischt und dann in Milch aufgekocht.

Lecker!

Und das alles zu Ehren von Hildegard von Bingen, die Dinkel als das wichtigste Getreide bezeichnet hat. Dinkelmehl kann Weizenmehl durchaus ersetzen – “Nervenkekse” sind wohl bekannt. Am 17. September 1179 ist sie im Kloster Rupertsberg bei Bingen verstorben und hat uns ihre “Hildegard-Medizin” überlassen.

Ok – ich gebe es zu – es war ein Zufall. Gerade eben habe ich einen Artikel über sie und ihr Wirken gelesen und das Sterbedatum passt rein zufällig mit meinen Dinkelpalatschinken zusammen.

Fußball

Mittwoch, 12. September 2007, 16:06 UhrKOMMENTIEREN

Ob man es glaubt oder nicht – ich war gestern das erste Mal in einem Fußballstadion! Eigentlich nicht des Fußball willens, sondern weil ich das neue Wörthersee-Stadion auch einmal von innen sehen wollte.

Ich muss schon zugeben, dass der Bau ein Prachtstück ist. Die Atmosphäre hat was – jedenfalls war die Stimmung prächtig! 19500 Zuschauer vollbrachten eine Fünfminutenwelle, die echten Fans waren wohl mit dem Spiel zufrieden. Tore gab es ja genügend.

Na schön – gesehen und das war es mit meinem Ausflug in diese Sportart. Fußballfan werde ich deshalb keiner.

Aja – Schweiz gegen Japan war am Platz.

Der erste Schultag …

Montag, 10. September 2007, 16:42 UhrKOMMENTIEREN

ist für meine beiden Buben naturgemäß ziemlich aufregend. Gestern abend konnten sie nicht einschlafen, heute morgen waren sie dennoch vor ihrer Weckzeit hellwach. Ein 9- und ein 11-jährigen Schüler blicken mit gemischten Gefühlen auf den Tag. Einerseits die Freude, alle Mitschüler wieder zu sehen, andererseits das Wissen, nun wieder täglich mit Lernen belastet zu sein.

Mittag bin ich neugierig, wie es war – was es Neues gibt, wie der Stundenplan aussieht, wer sich den besten Platz in der Klasse ergattert hat usw. usf.

Den Jüngeren brauche ich nicht erst fragen, er plappert darauf los und erzählt bis ins kleinste Detail von seinem Vormittag. Der Ältere ziert sich. Alles muss ich ihn aus der Nase ziehen. Nach dem eindringlichen “Verhör” ist er fast beleidigt – und ich weiß immer noch nicht alles. ;-)

So unterschiedlich sind sie – meine zwei Racker. Ich wünsche ihnen und mir jedenfalls, dass es ein gutes Schuljahr wird!

Das Los der Frauen

Montag, 10. September 2007, 0:20 UhrKOMMENTIEREN

.. via E-Mail von einer Freundin erhalten, nicht neu, aber irgendwie – naja das Los der Frauen eben. Aber wer wird denn jammern ;-) )

Bleiben wir unsere Kinder in die Kinderkrippe, sind wir Rabenmütter.
Bleiben wir zu Hause, verkommen wir hinter dem Kochtopf.

Verwenden wir Make up, tragen wir Kriegsbemalung.
Verwenden wir keines, vernachlässigen wir unser Äußeres.

Verrichten wir anspruchslose Arbeit, haben wir keinen Ehrgeiz.
Erfüllen wir qualifizierte Aufgaben, sind wir mit unserem Beruf verheiratet.

Zeigen wir Gefühle, sind wir Heulsusen.
Beherrschen wir uns, sind wir Eisberge.

Sind wir hilfsbereit, werden wir ausgenutzt.
Kümmern wir uns nur um unsere eigene Arbeit, sind wir unkollegial.

Sind wir sehr attraktiv, halten wir unsere Kollegen von der Arbeit ab.
Sind wir es nicht, gelten wir als unscheinbar.

Sind wir Powerfrauen, schimpft man uns Emanze.
Sind wir angepasst, fehlt uns der Pfeffer.

Sind wir intelligent, dürfen wir es nicht zeigen.
Sind wir es nicht, müssen wir wenigstens attraktiv sein.

Kommen wir mit Grippe in die Arbeit, stecken wir die anderen an.
Bleiben wir zu Hause, legen wir uns wegen jeder Kleinigkeit
ins Bett.

Tragen wir Mini, stören wir den Arbeitsfrieden.
Tragen wir Maxi, haben wir wohl Krampfadern.

Sind wir montags müde lästert man.
Sind wir taufrisch, lästert man auch.

Gehen wir gerne aus, sind wir Partygirls die saufen.
Bleiben wir daheim, gelten wir als Mauerblümchen.

Sind wir trinkfest, saufen wir alle Männer unter den Tisch.
Trinken wir nichts, ist mit uns nichts anzufangen.

Leisten wir viel, verlieren wir unseren Charme.
Leisten wir wenig, verlieren wir die Stellung.

Wie wir es machen, machen wir es falsch – oder!?! Wir können machen was wir wollen – und das sollten wir auch tun!

Kommentare

  • Andizu ABC-Teekesselchen #E: Wenn ich wählen dürfte, würde ich ganz klar das erfrischende Eis vorziehen. Ich liebe...
  • Rewolve44zu ABC-Teekesselchen #E: Also bei ersten Foto konnte ich mich ja anfreunden, darauf freue ich mich schon...
  • Rewolve44zu März: Ja, aber du schreibst ja “Botanisch gesehen ist die Frühlingsknotenblume der erste Bote. Sie...
  • Rewolve44zu März: Super das Foto und die Info dazu, ich dachte im ersten Augenblick, bevor ich das Fenster...
  • kernibikernzu März: Schön, was du immer zusammenträgst. Und sehr ansprechend illustriert! LG, Thomas

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