orange Gedanken- und Fotofussel

Alltägliches, Besonderes und die Fussel dazwischen.

Archiv vom Februar, 2007

F.X.Mayr – 9 von 42

Dienstag, 27. Februar 2007, 18:17 UhrKOMMENTIEREN

Der vierte Tag ohne feste Nahrung schafft mich ein wenig. Ist doch so wie es meine Ärztin vorausgesagt hat – oder ist es gerade deshalb weil sie es vorausgesagt hat. Wie dem auch sei, es ist der Tag, an dem man sich fragt, warum man nichts isst, obwohl der Kühlschrank voll ist und überall Verlockungen rufen, laut und eindringlich. Da muss ich durch – erstaunlich jedenfalls, wie wenig Nahrung der Mensch in Wirklichkeit braucht. Sehr, sehr wenig offenbar.

Ich lese viel über das Fasten. Die Reinigung von Körper und Seele, seine Heilwirkung im Zusammenspiel. Hochinteressant, wie uns Lebensmittel beherrschen – meist leider die falschen.

Eine chinesische Weisheit dazu gefällt mir besonders gut:

Eine Krankheit hat viele Väter, die Mutter ist jedoch immer die Ernährung.

Computerfasten

Sonntag, 25. Februar 2007, 18:38 UhrKOMMENTIEREN

Seit einigen Tagen dreht sich bei mir alles ums Fasten. Ich sage euch, darüber reden ist leichter als es tun. Aber die ersten Tage sind immer die schwierigsten, wenn auch überstehbar. Und ich stehe ja erst in der ersten (morgen eh schon zweiten!) Woche von sechs. ;-)

Übrigens, seit dem ich bewusst faste und mir mehr Zeit für mich nehme, schalte ich auch wesentlich weniger den Computer ein. Auch eine Art fasten?!

In diesem Sinne ruft man hier zum Computerfasten auf! Am 24. März soll für 24 Stunden der PC off bleiben. Schon über 17.000 bekunden ihr Vorhaben. Ob sie wirklich alle verzichten werden (können)?

Fastenzeit

Mittwoch, 21. Februar 2007, 20:59 Uhr3 KOMMENTARE

Zeit der Einkehr und Besinnung. Das Fasten ist in fast allen Kulturkreisen bekannt und wird auch weitreichend praktiziert. Meist befristet sich dieser tiefsinnige Brauch auf eine bestimmte Zeit. Im Christentum sind dies vor allem die Freitage, bestimmte Tage vor hohen kirchlichen Festen und vor allem die Karwoche vor den Osterfeierlichkeiten. Streng genommen auch die 40 Tage von Aschermittwoch bis Ostersonntag. An manchen Tagen wurde oder wird auch nur auf gewisse Speisen – meist Fleisch – verzichtet. In manchen Regionen muss auch das Vieh mitfasten.
In der mittelalterlichen Zeit wurde die Fastenzeit streng eingehalten und bestenfalls durch eine Sättigung am Tag unterbrochen. In vielen Haushalten, vor allem bei den reicheren Schichten, entwickelten sich dafür eigene Fastenspeisen. Ursprünglich bestanden diese nur aus Wasser und Mehl, doch die Hausfrauen waren auch damals schon sehr kreativ. Typische Fastenspeisen waren oder sind Laugengebäck, Beugel oder etwa Salzgebäck. Nennenswert sind hier auch die Klosterküchen, die schon auch aus eigenen Teichen Fische zubereiteten. In Klöstern wurde übrigens auch das bekannte Klosterbier gebraut, wodurch diese Einrichtungen hohe Gewinne erzielten.
Neben dem Fasten und dem damit verbundenen Essverbot, bestand jedoch das Gebot vermehrt zu beten. Spirituell gesehen kann übermäßig langes Fasten psychische Ausnahmezustände verursachen. So waren Visionen oder hellseherische Fähigkeiten nicht selten. In diesem Zusammenhang war Nüchternheit auch Vorbedingung für magische Handlungen. So gesehen war die Fastenzeit auch Geisterzeit – es wird vom Schimmelreiter, vom Feuermann und der weißen Frau erzählt.
So streng wie seinerzeit wird die Fastenzeit heute nicht mehr gesehen, doch man besinnt sich gerne auf diese. Heute auch im Hinblick darauf, nach Zeiten der Völlerei seiner Figur etwas Gutes zu tun. Mystiker und Esoteriker schwören im Zusammenspiel mit spirituellen Riten auf die Reinigung der Seele, die durch die selbst auferlegte Nahrungsverweigerung erreicht werden soll.

Ich faste heuer auch wieder einmal recht streng, mehr oder weniger aus gesundheitlichen Gründen… zur Zeit geht es noch recht locker zu, doch gerade dabei ist die Versuchung ein Feind. Ich freue mich schon richtig auf meine Hauptkur (nach F.X. Mayr – mehr dazu im letzten Beitrag). Ich bin davon überzeugt, dass gänzlicher Verzicht wesentlich leichter ist als eine Einschränkung.

F.X. Mayr – 1 von 42

Montag, 19. Februar 2007, 15:09 UhrKOMMENTIEREN

Schonung, Säuberung, Schulung und Substitution heißt meine Devise für die heurige Fastenzeit – nach F.X Mayr.
Diese heilkundliche Kur – ich nenne sie lieber Therapie – entgiftet den Körper, vor allem den Darm und setzt die Selbstheilung in Gang. Ich hoffe in Richtung meiner Migräne, meinen Magenschmerzen und Arthrose Verspannungen – die durchaus aus einer Übersäuerung des Körpers entstehen könnten…. unter anderem.

Am Freitag war ich das erste Mal bei “meiner Mayr-Ärztin”. In einem ausführlichen Gespräch und einer gründlichen Untersuchung wurde die Sinnhaftigkeit dieser Therapie für mich abgeklärt.
Ich bin 1. fit genug, um sie “durchzustehen”, 2. stehen die Chancen gut, grundsätzlich einiges an meiner Ernährung zu ändern und 3. könnten meine Beschwerden gelindert werden.

Mein “Kurplan” sieht so aus, dass in den ersten 7 Tage die sgn. Vorkur durchgeführt wird, die nächsten 14 Tage die Hauptkur und die restlichen 21 Tage die Ausleitung bzw. der Aufbau stattfindet. Klingt doch spannend :-) .

In den nächsten 7 Tagen verzichte ich allmählich auf schwerverdauliche Lebensmittel – Fett, Fleisch, Wurst, Käse, Zucker, Vollgetreide, Rohkost, Salat, Obst usw. bis hin zum Kaffee!!!! Alkohol ist natürlich auch untersagt. Morgen darf ich noch eine Ausnahme machen, ist ja schließlich Fasching ;-)
Ob ich auf meine Genusszigarettchen auch verzichte, mag ich nicht beschwören. Sollte ich eigentlich, zumindest während der Hauptkur. Meine Ärztin sagt: “Die beste Gelegenheit, sich das Rauchen abzugewöhnen. Elender als elend kann es Ihnen ja nicht gehen!”. Klingt nicht sooo verlockend – oder doch?

Das Kernstück der Therapie ist die “Kauschule”. Dafür wird eine altbackene Semmel in Stücke geschnitten und ein Schälchen Milch bereitgestellt. Nun darf man ein Semmelstückchen mit einem kleinen Löffelchen Milch lange kauen – sehr lange, am besten 30 Mal und bedächtig schlucken. So speichelt sich der Speisebrei gut ein und das Hungergefühl verschwindet schon nach einer Semmel. Da bin ich mal gespannt.
Diese Schulung steht morgends und mittags auf dem Plan

Morgens wird 1/4 Liter warmes Wasser mit Bittersalz getrunken, eine Basenpulverkapsel hinuntergespült, Viscum album- und Goldrutetropfen eingenommen (gut für Niere und Leber). Eine halbe Stunde später soll ich frühstücken, was mir nicht leicht fällt. Das bin ich nicht gewöhnt und ich fühle mich auch nicht wirklich wohl dabei. Das sollte ich “lernen”.
Mittags nochmal die Pflanzentropfen und Basenpulver – auf den Leberwickel, den ich VOR dem Mittagessen machen soll, habe ich doch glatt vergessen – und abends gibts Kräutertee, Mariendisteltropfen und nochmals einen Leberwickel vor dem Schlafengehen. Essen soll ich abends wenig bis nix.

Tag 1 verläuft sehr gut – ist ja nicht weiter tragisch… der Abend kommt ja erst. Keine Chips zum Fernsehen und keine Erdnüsse vor dem Bildschirm und auch keine Popcorn.. und auch keine Schokolade und … ;-)

Sonntag

Sonntag, 18. Februar 2007, 18:54 UhrKOMMENTIEREN

… ich hoffe, Ihr hattet einen schönen!

Im germanischen Sprachstamm leitet sich der Sonntag vom lateinischen “dies solis” ab, was soviel wie Tag der Sonne oder des Sonnengottes bedeutet. Die romanischen Sprachen dagegen gehen mit “domenica, dimanche, domingo” (italienisch, französisch, spanisch) auf das christlich lateinische “dies dominicus) = Tag des Herrn zurück.
Im althochdeutschen war es der “sunnun tag”.
Seit dem 1.1.1976 ist der Sonntag nach “deutscher” Zählung der siebente Wochentag, nach christlich jüdischer Zählung der erste.

Dass das auch mal hier festgehalten wird ;-)
Zum Sonntag gäbe es wohl noch mehr zu recherchieren, aber das überlasse ich jetzt schlichtweg den Interessierten.

041.jpg

Kommentare

  • schlaglochzu Aberglaube (Goethe): Hallo Isabella! Als Fotolaie habe ich auf ein Stück Autoreifen oder Reifenspur...
  • Kerstinzu Aberglaube (Goethe): Eine schöne Kombination :-) Die Bearbeitung des Fotos gefällt mir gut! LG, Kerstin
  • PC-Entezu 1 Motiv x 12 – 2010: Ich habe jetzt mal mein März-Motiv online gestellt. http://pc-ente.blogspot.c...
  • Rewolve44zu Aberglaube (Goethe): Das nenne ich eine sureale Arbeit die du da gemacht hast schaut interessant aus,...
  • Frankzu Ausfallshonorar: Wie wahr doch deine Zeilen sind, das Leben treibt es oft sehr bunt mit uns. Ein Thema das...

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